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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-55575
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2012/5557/


Dreidimensionale Analysen der anatomischen Variabilität desGlobus pallidus in MRT-Sequenzen und der Position von Elektrodenzur Tiefen Hirnstimulation mit Hilfe von Open-Source-Software

Three-dimensional analysis of the anatomical variability of the Globus pallidus in MRI and of the positions of electrodes in deep brain stimulation with the help of open-source-software

Gloor, Hanna

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SWD-Schlagwörter: Pallidum , Hirnstimulation , Dystonie
Freie Schlagwörter (Deutsch): Mikroelektrodenableitungen
Basisklassifikation: 44.03 , 44.90 , 44.97
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Hamel, Wolfgang (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 28.02.2012
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum: 27.03.2012
Kurzfassung auf Deutsch: In dieser Arbeit wurden die Pallida von Patienten, bei welchen eine Tiefe Hirnstimulation mit
dem inneren Pallidumsegment (GPi) als Zielpunkt durchgeführt wurde, aus Protonendichtegewichteten
Triple-Echo-Sequenzen segmentiert und im AC-PC-basierten Koordinatensystem
dargestellt. Es wurden große interindividuelle Unterschiede in der Pallidumanatomie sichtbar.
Die Pallida waren im Schnitt 2,17 (±0,23) cm³ groß. Der mittlere Abstand der
Schwerkraftszentren der Pallida vom Mid-AC-PC-Punkt betrug links 20,01 (±1,58) mm und
rechts 20,33 (±1,5) mm. Es bestand nur zwischen der Länge und Breite des 3. Ventrikels und
dem Abstand der Schwerkraftszentren vom mittkommisuralen Punkt (MCP) ein signifikanter,
positiver Zusammenhang. Außerdem wurden die segmentierten Patientenpallida mit zwei
Hirnatlanten verglichen. Im MRT-basierten Atlas von Talos waren die Ventrikellänge und
-breite sowie die Abstände der Schwerkraftszentren der Pallida vom MCP kleiner als die
Durchschnittswerte dieser Studie. Im rein visuellen Vergleich der Patientenpallida mit denen
des histologischen Atlas von Morel waren die Atlasstrukturen ebenfalls deutlich kleiner und
befanden sich im AC-PC-basierten Koordinatensystem weiter ventral. Weiterhin wurden per
Mikroelektrodenableitungen ermittelte Kerngrenzen mit denen der Segmentierungen
verglichen. Diese Werte unterschieden sich am Eintrittspunkt der Mikroelektroden in die
Patientenstrukturen auf beiden Seiten um durchschnittlich 2,29 mm, beim Austritt aus den
Pallida war der mittlere Unterschied mit links 1,09 (±0,99) mm und rechts 1,32 (±0,84) mm
geringer. Die Kerngrenzen der originalen Strukturen des Morel-Atlas befanden sich meist
medial und ventral der elektrophysiologisch ermittelten Werte. Die pallidalen
Binnenstrukturen des Morel-Atlas wurden an die individuelle Pallidumanatomie der Patienten
angepasst und mit der Lage der permanent implantierten Stimulationselektroden verglichen.
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Die Spitzen der quadripolaren Stimulationselektroden befanden sich (wie intraoperativ
beabsichtigt) immer ventral der Pallida. Insgesamt wurde häufiger im Bereich des externen als
des internen Pallidums stimuliert. Es bestand keine Korrelation zwischen dem Ort der
Stimulation im Bezug zu den Segmentierungen und dem klinischen Effekt, wenngleich eine
Stimulation ventral von -6 mm und dorsal von -1 mm mit einer geringeren Wirksamkeit
einherzugehen scheint. Die Segmentierung von Kernspintomografien ist eine bisher wenig
angewandte Methode zur dreidimensionalen Darstellung von stereotaktischen Zielgebieten
(z.B. des Globus pallidus) und zur direkten visuellen Analyse der implantierten
Stimulationselektroden. Durch die Betrachtung weiterer Patienten mit dieser Methode und
eine detaillierte Analyse der klinischen Effekte und die Entwicklung von MRT-Sequenzen,
welche den Globus pallidus schärfer abbilden, sollte auch für das Pallidum möglich sein, was
für andere Zielgebiete gelungen ist, nämlich die bestmögliche Zielregion einzugrenzen.
6. Abkürzungen

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