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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-55701
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2012/5570/


Zusammenhänge verschiedener Formen früher Traumatisierungen mit dem Krankheitsverlauf bei alkoholabhängigen Patienten - eine clusteranalytische Untersuchung

Correlations between different types of childhood abuse and neglect with the course of disease of alcohol dependent patients - a cluster analysis

Haupt, Lena

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SWD-Schlagwörter: Alkoholismus , Psychisches Trauma , Trauma
Freie Schlagwörter (Deutsch): Kindliche Traumatisierung , Clusteranalyse , interpersonale Traumatisierung
Freie Schlagwörter (Englisch): Childhood Trauma Questionnaire , childhood abuse and neglect
Basisklassifikation: 44.91
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Haasen, Christian (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 14.02.2012
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 27.03.2012
Kurzfassung auf Deutsch: Einleitung :
Patienten mit Suchterkrankungen weisen häufig frühe traumatische Erfahrungen, wie sexuellen Missbrauch, Misshandlung oder Vernachlässigung auf. Klinisch zeigt sich, dass diese Erfahrungen in verschiedenen Kombinationen auftreten. Zudem scheinen unterschiedliche Cluster früher Traumatisierungen bei Suchtkranken mit
differenziellen Folgen in Verbindung zu bringen sein (Ruggiero et al., 1999). Bei alkoholabhängigen Patienten liegen dabei zu dieser Fragestellung bislang keine systematischen Untersuchungen vor.
Material und Methoden:
Es wurden 347 Patienten stationär behandelte Patienten mit einer Alkoholabhängigkeit nach DSM-IV (71,2% männlich) anhand des Childhood Trauma Questionnaire (Bernstein & Fink, 1998) untersucht. Weiter wurden Daten zur Soziodemografie, sowie anhand des EuropASI (Gsellhofer et al., 1994) und des SKID II (Wittchen et al., 1997 a,b) zum klinischen Verlauf erhoben. Unterschiedliche Kombinationen früher Traumatisierungen wurden anhand einer Clusterzentrenanalyse ermittelt und klinische Unterschiede zwischen den einzelnen Clustern untersucht.
Ergebnisse :
Etwa die Hälfte der Patienten (50,4%) berichtete frühe Traumatisierungen. Diese Patienten konnten 6 überwiegend homogenen Clustern zugeordnet werden (A: „keine oder minimale Traumatisierung“, N=146; B: „moderate Vernachlässigung“, N=106;
C: „schwerer emotionaler Missbrauch“, N=44; D: „schwere körperliche und emotionale Traumatisierung“, N=24; E: „schwerer sexueller und emotionaler Missbrauch“, N=14; F: „schwerer sexueller, körperlicher und emotionaler Missbrauch“ N=13). Schwer körperlich und/oder sexuell traumatisierte Patienten (Cluster D, E und F) wiesen ein jüngeres Alter
bei Beginn der Abhängigkeit auf. Weitere signifikante Unterschiede zwischen den Clustern fanden sich in Bezug auf Suizidgedanken und -versuche, Alkoholabhängigkeit der Eltern und Persönlichkeitsstörungen.
Diskussion:
Frühe Traumatisierungen treten bei Suchtkranken in verschiedenen
Kombinationen auf, die teilweise stark unterschiedliche Formen einschließen. Aufgrund der klinischen Besonderheiten, die mit verschiedenen Clustern früher Traumatisierungen assoziert scheinen, sollten diese systematisch erhoben und in der Therapieplanung
berücksichtigt werden.

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