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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-55783
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2012/5578/


Einfluss von CD14-Genvarianten auf die Infektionsdynamik von Plasmodium falciparum bei Kleinkindern aus einem Malaria-endemischen Gebiet in Ghana

Influence of CD14-genvariants on the dynamics of infection of Plasmodium falciparum in infants from a malariaendemic area in Ghana

Bruch, Kathrin

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SWD-Schlagwörter: Antigen CD14 , Malaria tropica , Plasmodium falciparum
Basisklassifikation: 44.75
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: May, Jürgen (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 09.02.2012
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum: 21.03.2012
Kurzfassung auf Deutsch: Der CD14-Rezeptor nimmt eine Schlüsselfunktion der Abwehrreaktion des angebo-renen Immunsystems ein. Die verstärkte Transkriptionsrate von CD14 bei Vorliegen der Promotorpunktmutation CD14-260C>T beeinflusst den Krankheitsverlauf bei Infektionen.
In dieser Arbeit wurden 1070 Kleinkinder mit verschiedenen Varianten von CD14-260 und CD14-481 über einen Zeitraum von anderthalb Jahren bezüglich des Auftretens von Malaria-Phänotypen beobachtet. Die Analysen zeigten einen Einfluss auf die Infektionsdynamik von P. falciparum durch den Genotyp CD14-260TT. Dieser homo-zygote Genotyp war mit einem deutlichen Schutz vor einer P.-falciparum-Parasitämie assoziiert (17% seltener nachgewiesene Parasitämien im Vergleich zu dem homozy-goten Wildtyp CD14-260CC, p<0,004). Die Träger wiesen jedoch im Vergleich mit dem Wildtyp auch eine verminderte Rate an asymptomatischen Parasitämien auf (Punktmaßzahl: 0,79, p<0,009), so dass CD14-260TT keinen statistisch relevanten Schutzfaktor bei Malariaepisoden bedeutet. Anhand der Ergebnisse wurde in dieser Arbeit die These postuliert, dass der mutierte Genotyp CD14-260TT insgesamt eine stärkere Immunantwort auf die Parasitämie bewirken könnte.
Kinder mit dem heterozygoten Genotyp CD14-260CT hatten im Gegensatz zu den homozygoten CD14-260-Genotypen häufiger Parasitämien und Malariaepisoden (7% häufiger Parasitämien als der Wildtyp, p<0,044, 11% häufiger Malariaepisoden, p<0,018). Die heterozygoten Träger hatten außerdem ein erhöhtes Risiko für schwere Anämie (Punktmaßzahl: 1,18, p<0,010). Für diese Beobachtung konnte auch im Hinblick auf vorangegangene Studien keine Erklärung gefunden werden.
Beide Genotypen, CD14-260CT und CD14-260TT, zeigten ein signifikant erhöhtes Risiko für die Entwicklung von schwerer Malaria im Vergleich zum Wildtyp (CD14-260CT: Punktmaßzahl: 2,29, p<0,044. CD14-260TT: Punktmaßzahl: 3,38, p<0,009).
Bei Kindern mit der Transition CD14-481A>G konnte kein Einfluss auf Infektionsdynamik der P.-falciparum-Parasitämien nachgewiesen werden.
Zusammengefasst zeigt sich ein deutlicher Einfluss der Punktmutation CD14-260C>T auf die Infektionsrate und die Krankheitsverläufe bei P.-falciparum-Parasitämien.

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