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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-56008
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2012/5600/


Essays in Finance

Essays in Finance

Schilling, Dirk Christian

Originalveröffentlichung: (2012) teilweise in: Maritime Policy & Management 2010, 37 (2): 93–120
pdf-Format:
 Dokument 1.pdf (1.170 KB) 


SWD-Schlagwörter: Corporate Finance , Empirische Wirtschaftsforschung , Kapitalstruktur
Freie Schlagwörter (Deutsch): Directors' Dealings, Risikofaktoren
Freie Schlagwörter (Englisch): Corporate Finance, Capital Structure, Risk Factors
Basisklassifikation: 85.30 , 83.48
Institut: Wirtschaftswissenschaften
DDC-Sachgruppe: Wirtschaft
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Drobetz, Wolfgang (Prof. Dr.)
Sprache: Mehrsprachig
Tag der mündlichen Prüfung: 22.12.2011
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 12.04.2012
Kurzfassung auf Deutsch: Die Dissertation "Essays in Finance"' besteht aus vier Fachbeiträgen auf dem Gebiet der Finanzwirtschaft.
Der Beitrag „Dissecting the pecking order -- When does it hold?“ widmet sich der Frage nach der Evidenz für die Pecking-Order-Theorie im Laufe der Zeit in einer Stichprobe von 1992--2009 in den Ländern der G7. Die Länder werden jeweils nach der Ausprägung in markt- und bankorientiert unterschieden. Es stellt sich heraus, dass der Erklärungsgehalt der Pecking-Order-Theorie über die Betrachtungsperiode abnimmt. Die anfänglich großen Unterschiede zwischen bankorientierten und marktorientierten Finanzsystemen werden ebenso kleiner, allerdings hat die Pecking-Order-Theorie über den gesamten Zeitraum einen höheren Erklärungsgehalt in bankorientieren Finanzsystemen. Insgesamt stellt sich jedoch heraus, dass die Pecking-Order-Theorie nur unzureichend in der Lage ist, Kapitalstrukturentscheidungen zu erklären.

Der zweite Beitrag „Illuminating the speed of adjustment -- Exploring heterogeneity in adjustment behavior“ widmet sich ebenso der Kapitalstrukturpolitik und nimmt den Faden der Dynamic-Trade-Off-Theorie auf. Die unterschiedlichen Theorien haben Implikationen für die Anpassungsgeschwindigkeit an eine Zielkapitalstruktur. Während die Pecking-Order-Theorie eine Anpassungsgeschwindigkeit von null impliziert, impliziert die Dynamic-Trade-Off-Theorie eine positive Geschwindigkeit. Auch dieser Beitrag berücksichtigt die institutionellen und rechtlichen Gegebenheiten sowie das makroökonomische Umfeld. Zur Bestimmung der Anpassungsgeschwindigkeit werden verschiedene Panelschätzer eingesetzt. Insgesamt zeigt sich eine Anpassungsgeschwindigkeit von 20%. Diese ist in marktorientierten Ökonomien höher. Es zeigt sich auch, dass Firmen große Finanzierungsdefizite nutzen, um schneller ihre Kapitalstruktur anzupassen.

Der dritte Beitrag „Haben Manager Timing-Fähigkeiten? Eine empirische Untersuchung von Directors'-Dealings“ untersucht, welches Signal Directors' Dealings an den Kapitalmarkt senden. Unter Directors' Dealings versteht man den Handel eines Managers mit Wertpapieren des „eigenen“ Unternehmens. Dieser Handel unterliegt in Deutschland einer Regulierung, die eine Meldepflicht einer solchen Transaktion vorsieht. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) führt eine Datenbank dieser Transaktionen, die in dem Beitrag ausgewertet wird. Dieser Datensatz ist der umfangreichste in der bisherigen Forschung zu Directors' Dealings. In dem Beitrag wird darüber hinaus untersucht, ob das Anlegerschutzverbesserungsgesetz aus dem Jahr 2004 eine Verringerung der Überrenditen mit sich bringt. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Unternehmensinsider über ausgeprägte Timing-Fähigkeiten verfügen und diese zur Erzielung von Überrenditen nutzen. Ein Vergleich mit früheren Studien zeigt, dass die Werthaltigkeit von Insider-Transaktionen im bankorientierten deutschen Finanzsystem nicht höher ausfallen als in den marktorientierten angelsächsischen Finanzsystemen.

Der vierte Beitrag „Common risk factors in the returns of shipping stocks“ untersucht das Risikoprofil des Schifffahrtssektors. In die Stichprobe gehen alle börsengehandelten Schifffahrtsgesellschaften ein. Aus diesen werden Indizes für Massengutfrachter, Containerfrachter und Öltanker gebildet. Die Schätzungen zeigen ein geringes Beta für Schifffahrtsaktien; überraschend angesichts des hohen vor allem zyklischen Risikos in diesem Sektor. Das Asset-Pricing-Modell zeigt, dass das Risiko von Schiffahrtsaktien mehrdimensional erfasst werden muss. Neben einem Weltmarktaktienindex spielen Wechselkursrisiken des US$, Outputrisiken, wie die Veränderung der Industrieproduktion, und Inputrisiken, wie die Veränderung des Ölpreises, eine Rolle als Risikofaktoren. Insgesamt zeigt der Beitrag, dass Schifffahrtsaktien ein von anderen Sektoren und Ländern stark abweichendes Risikoprofil aufweisen und daher gut als diversifizierende Portfolioergänzung geeignet sind.

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