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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-56226
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2012/5622/


Retrospektive post-mortem-Untersuchung von Herzschrittmachern und der Versorgungsqualität in Hamburg und Umgebung

Retrospective post-mortem Examination of Pacemakers and Quality of Supply in Hamburg and Surrounding Region

Henrich, Alexander

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Herzschrittmacher , Implantierbarer Kardioverter/Defibrillator , Nachsorge
Freie Schlagwörter (Deutsch): Qualitätssicherung in der Kardiologie
Freie Schlagwörter (Englisch): pacemaker , implantable cardioverter/defibrillator , follow-up , quality assurance in cardiology
Basisklassifikation: 44.85
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Püschel, Klaus (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 11.04.2012
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 27.04.2012
Kurzfassung auf Deutsch: Die vorliegende Arbeit exploriert retrospektiv 143 zwischen 2002 und 2003 verstorbene Implantatträgerinnen und –träger, die mit Herzschrittmachern oder Implantierbaren Kardiovertern/Defibrillatoren ausgestattet waren, hinsichtlich möglicher, vorwiegend demografischer und sozialer Einflussfaktoren auf die Compliance und das Outcome der Therapie. Ziel war es, einen Eindruck zu gewinnen, ob es fassbare Untergruppen gab, die schlechter versorgt waren als zu erwarten war, und ob dafür spezifische Ursachen plausibel erscheinen.
Dem Endpunkt „Zeitspanne zwischen letzter Nachsorge und Tod“ wurde hierbei besondere Bedeutung zugemessen. Zwei Drittel der bestimmbaren Fälle wiesen dazu eine als akzeptabel angenommene Zeitspanne von weniger als einem Jahr auf. Von besonderem Interesse war also das Drittel, bei dem die letzte Nachsorge länger als ein Jahr zurücklag.
Es fanden sich hier keine statistisch signifikanten Zusammenhänge mit wichtigen soziodemografischen Merkmalen wie Geschlecht, Art der Krankenversicherung, Wohnort oder Urbanität / Größe des letztbetreuenden Krankenhauses. Auch individuelle Merkmale wie Begleiterkrankungen oder Behinderungen hatten keinen signifikanten negativen Einfluss auf die Nachsorge-Compliance.
Beim Faktor „Urbanität des Krankenhauses“ zeigte sich eine mögliche – nicht statistisch signifikante – Tendenz, dass Patienten, die im Umkreis Hamburgs lebten, anteilsweise häufiger innerhalb eines Jahres zur Nachsorge kamen als diejenigen, die in Kliniken der Großstadt versorgt wurden.
Das Vorhandensein Angehöriger im Alltag spielte statistisch keine Rolle für die Compliance bei der Nachsorge.
Beim Faktor „demenzielle Beeinträchtigung“ erwiesen sich die von Behinderungen Betroffenen tendenziell, aber ebenfalls statistisch nicht signifikant, sogar als mehr compliant als die Nicht-Betroffenen. Dies mag mit einer erhöhten Aufmerksamkeit der Umgebung für die Gesundheitssorge der insgesamt Kränkeren zusammenhängen, wohingegen die im Alltag Selbständigeren und deren Umfeld vielleicht weniger Aufmerksamkeit darauf verwandten.
Kurzfassung auf Englisch: This study explores retrospectively 143 pacemaker and implantable cardioverter/defibrillator patients who died between 2002 and 2003 regarding possible, predominantly demographic and social factors of influence on compliance and outcome of therapy. An impression was received as to whether there were distinct subgroups of patients with worse following-up than expected and whether specific causes seemed plausible on that account.
The endpoint "interval between last follow-up and death" seemed especially important. Two thirds of the determinable cases had an acceptable interval of less than a year. Of special interest was the third with a last follow-up more than one year before death.
At this, there were no statistically significant correlations with important socio-demographic criteria like sex, kind of health insurance, residence or urbanity / size of last treating hospital. Neither had individual traits as comorbidities or disabilities a significantly negative impact on follow-up compliance.
The factor "urbanity of last treating hospital" showed a possible - although not statistically significant - tendency of patients living in the surrounding area of Hamburg keeping follow-up appointments at a higher rate than those who were treated by inner city hospitals.
The presence (or absence) of relatvies in everyday life had no statistical effect on compliance.
Notably, patients with dementia-associated dysfunctions had a - neither statistically significant - tendency of adhering better to follow-up appointments than patients without such symptoms. This may refer to higher attention of their environment in regard of health care issues concerning the generally sicker patients in contrast to those patients and their environments who manage everyday life on their own and may pay less attention to standard follow-up appointments.

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