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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-56955
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2012/5695/


Polybutesterschlingennaht zur Prävention des abdominellen Narbenbruchs

Fröhlich, Stefan Reiner

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SWD-Schlagwörter: Narbenhernie , Platzbauch , Nahtmaterial
Freie Schlagwörter (Deutsch): Bauchdeckenverschluss
Basisklassifikation: 44.65
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Debus, Eike Sebastian (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 14.05.2012
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum: 16.07.2012
Kurzfassung auf Deutsch: Das Auftreten einer Narbenhernie gehört nach wie vor zu den Hauptkomplikationen nach offenen Abdominaleingriffen, trotz aller Bemühungen zur Reduktion ihrer Inzidenz. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Untersuchung der Narbenhernien- und Platzbauchhäufigkeit unter Verwendung des elastischen Nahtmaterials Polybutester beim Bauchdeckenverschluss nach Laparotomien. Die Grundidee besteht dabei darin, dass ein elastischer Faden das Auftreten von zu hoher Nahtspannung verhindern und somit Vorteile für die Faszienheilung mit sich bringen könnte.
Hierfür wurde während eines Beobachtungszeitraums von 13 Monaten bei 525 Patienten einer Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie eines öffentlichen Krankenhauses der Bauchdeckenverschluss mit Polybutester durchgeführt. 474 von diesen erfüllten die Einschlusskriterien der Studie. Die Verschlusstechnik orientierte sich an den allgemein anerkannten Empfehlungen (Schlingennaht, allschichtig, fortlaufend, Verhältnis Fadenlänge zu Wundlänge mindestens 4:1). Zusätzlich zur Häufigkeit der Narbenhernie und des Platzbauchs wurden verschiedene potentielle Risikofaktoren, die mit erhöhten Narbenhernien- und Platzbauchraten in Verbindung gebracht werden, statistisch untersucht. Zur Erfassung der Narbenhernien wurde eine klinische Nachuntersuchung durchgeführt, die mittlere Follow up-Zeit betrug 11,4 Monate.
Nach Kaplan-Meier wurde eine Narbenhernien-Häufigkeit von 5,6% nach 12 Monaten ermittelt. Dies stellt im Vergleich mit den Daten anderer Arbeiten einen niedrignormalen Wert dar. Die Platzbauchrate ist mit 5,1% jedoch höher als der gemäß Literatur zu erwartende Wert. Bei der Untersuchung der Risikofaktoren findet sich als auffälligstes Ergebnis die nicht erhöhte Hernienrate nach Aortenaneurysma-Operationen, ansonsten decken sich die Ergebnisse weitestgehend mit denen anderer Arbeiten.
Anhand der vorliegenden Ergebnisse kann noch keine Empfehlung zur Verwendung von Polybutester beim Bauchdeckenverschluss gegeben werden. Der niedrigen Narbenhernienrate steht eine erhöhte Platzbauchrate gegenüber, ohne dass der Grund hierfür ermittelt werden kann. Eine nicht optimale Nahttechnik wäre eine mögliche Ursache für die gefundene Platzbauchrate. Um einen mutmaßlichen Vorteil von Polybutester gegenüber anderen Nahtmaterialien nachzuweisen, sind weitere Untersuchungen (randomisiert, kontrolliert) notwendig, die die verschiedenen Materialien direkt miteinander vergleichen.

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