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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-57004
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2012/5700/


Retrospektive Datenanalyse zur postoperativen Rekonvaleszenz nach Mitralklappenchirurgie Vergleich minimalinvasiver und konventioneller OP-Techniken

Treede, Martina

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SWD-Schlagwörter: Lebensqualität , Mitralklappe
Basisklassifikation: 44.03
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Reichenspurner, Hermann (Prof.Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 16.04.2012
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum: 17.07.2012
Kurzfassung auf Deutsch: Verglichen wurde klinische Daten, Schmerzen und die postoperative Lebensqualität nach konventioneller und minimalinvasiver Mitralklappenoperation. Dieses wurde anhand von Klinikakten, auswärtig erhobenen Befunden und dem standardisierten Fragebogen zur Lebensqualität, dem SF 36, durchgeführt.
Ausgeschlossen von der Studie wurden Patienten, die neben der Mitralklappenoperation eine Bypassversorgung erhielten und/oder die Aortenklappe operativ angegangen wurde.
Von den 213 eingeschlossenen Patienten (in der Zeit von April 2006 bis Juni 2009) beantworteten 180 Patienten den Fragebogen.
Eine Schwierigkeit der Studie zeigte sich in der sehr unterschiedlichen Gruppenzusammensetzung, wobei die konventionell Operierten deutlich älter waren und einen sehr viel höheren EuroSCORE aufwiesen. Auch andere Arbeitsgruppen wiesen auf dieses Problem hin.
OP-Zeit, HLM-Zeit und Aortenklemmzeit waren in der minimalinvasiv operierten Gruppe signifikant höher, Liegezeit, Beatmungsdauer, Fremdblut und Blutprodukte sowie Dauer des Krankenhausaufenthaltes signifikant kürzer bzw. niedriger. Auch die Mortalität war signifikant geringer in der Gruppe der minimalinvasiv Operierten.
Auffällig bei der Studie war ein geringer Abfall der Ejektionsfraktion postoperativ, der in beiden Gruppen zu finden war. Dieser relativierte sich beim Follow up drei Monate postoperativ und wurde auch von anderen Arbeitsgruppen gefunden und interpretiert.
Im Vergleich der Lebensqualität zeigten sich in der Gruppe der minimalinvasiv Operierten in allen acht Dimensionen höhere Werte. Eine Signifikanz konnte in dreien Subscalen (Körperliche Funktionsfähigkeit, Körperliche Rollenfunktion und Allgemeine Gesundheitswahrnehmung) gezeigt werden.
Wurden die inhomogenen Gruppen angeglichen (mit der Kovariate EuroSCORE bzw Alter) konnte nur ein geringer Unterschied bei den Gruppen gesehen werden, dennoch lagen die Werte der minimalinvasiv Operierten über denen der Sternotomierten.
In beide Gruppen stiegen die Einzelwerte der körperlichen Lebensqualität postoperativ. Auffällig war der hohe Anstieg der Körperlichen Summenskala in der Gruppe der Sternotomierten. Beide Gruppen zeigten hingegen postoperativ eine geringere Psychische Summenskala.
Bei der Schmerzbeurteilung zeigte sich ein etwas anderes Bild als in der Literatur. Die Abfrage ergab eine längere und auch anhaltendere Schmerzdauer in der Gruppe der minimalinvasiv Operierten.
Konform mit der Literatur zeigten sich die Unterschiede in der Lebensqualität zwischen Mann und Frau. In beiden Gruppen zeigte sich, dass sowohl prä- als auch postoperativ die Frauen geringere Werte aufwiesen.


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