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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-57034
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2012/5703/


Der Einfluss des demografischen Wandels auf Nachhaltigkeitsaspekte in einer Küstenregion. Eine diskursanalytische Betrachtung der Verschränkung zweier Diskurse und die Entwicklung eines dynamischen Simulationsmodells als Beitrag zur post-normal Science

Stelljes, Nico

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SWD-Schlagwörter: Nachhaltigkeit , Demographie , Simulation , Diskursanalyse , Nordfriesland
Basisklassifikation: 74.71
Institut: Geowissenschaften
DDC-Sachgruppe: Geografie, Reisen
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Ratter, Beate M.W. (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 31.01.2012
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 17.07.2012
Kurzfassung auf Deutsch: Nachhaltigkeit und demografischer Wandel sind in Politik, Wissenschaft und Öffentlichkeit sehr präsente Schlagworte. So unterschiedlich sie auf den ersten Blick scheinen mögen, bei beiden Themen wird der Umgang mit dem gesellschaftlichen Wandel betrachtet. Nachhaltigkeit wird dabei als normative Leitidee für die zukünftige Entwicklung verstanden, während der demografische Wandel den gesellschaftlichen Wandel aufgrund der sich ändernden Bevölkerungsstrukturen beschreibt. Die Grundlage der Arbeit ist eine diskursanalytische Betrachtung der beiden Diskurse über Nachhaltigkeit und demografischen Wandel. Die Analyse zeigt, dass eine Verschränkung beider Diskurse nur in begrenzter Form stattfindet. Eine These der Arbeit lautet, dass die Zusammenführung der beiden Diskurse eine entscheidende Verbesserung für den Umgang mit dem gesellschaftlichen Wandel darstellt.
Im zweiten Abschnitt der Arbeit wird eine Möglichkeit dieser Zusammenführung demonstriert. Es wird ein dynamisches Simulationsmodell zur Unterstützung von planerischen Entscheidungen entwickelt. Für die theoretische Fundierung wird auf die Arbeiten von Funtowicz und Ravetz zur post-normal Science Bezug genommen. Als Beispielregion wurde Nordfriesland ausgewählt, das als (periphere) Küstenregion in besonderer Weise von den Auswirkungen des demografischen Wandels betroffen ist. Mit dem Modell soll den lokalen und regionalen Entscheidungsträgern in der Region ein Werkzeug an die Hand gegeben werden, mit dem die möglichen Auswirkungen des demografischen Wandels auf bestimmte Nachhaltigkeitsaspekte visualisiert und anschließend diskutiert werden können. Ziel der Modellierung ist nicht die Prognose einer wahrscheinlichen Zukunft, sondern die Veranschaulichung möglicher Ergebnisse, die sich als Produkt unterschiedlicher Entscheidungen des Anwenders ergeben würden. Eine solche Visualisierung und der Austausch über die unterschiedlichen Ergebnisse können einen fruchtbaren Diskussionsprozess anregen und dieser Diskussionsprozess hilft, die Qualität der Entscheidungsfindung zu verbessern.
Kurzfassung auf Englisch: Sustainability and demographic change are very topical themes not only in politics and science, but also in civil society. While they may seem dissimilar at first glance the challenge of social change is paramount in both areas. In this respect, sustainability is understood as a normative guiding principle for future development, while the demographic transition describes social changes in terms of changing population structures. The dissertation is based on a discourse-analys examination of the sustainability and demographic change discourse. The analysis shows that a somewhat limited cross-over of both discourses is taking place in the scientific literature. A hypothesis of this study is that merging the two discourses would provide a significant improvement for dealing with social change.
In the second section of the study a possibility of this merging is demonstrated. A dynamic simulation model is being developed to support planning decisions. For the theoretical validation of this study, reference is made to the works of Funtowicz and Ravetz and their ideas on post-normal science. Particular, North Friesland has been chosen as a sample region, which in a particular way is affected as coastal region by effects of demographic change. This model provides a tool for local and regional decision makers in the region to visualize possible impacts of demographic change on certain aspects of sustainability as a lead in to further discussions. The aim of the model is not to predict what is likely to happen in the future, but rather to illustrate possible outcomes which could result from different scenarios developed by the users of the model. Such a visualization and the exchange of different outcomes may stimulate a fruitful discussion process and in turn may help to improve the quality of decision making.

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