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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-57641
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2012/5764/


Erosionen an permanenten Zähnen bei Hamburger Schülerinnen und Schülern

Waldmeyer, Manuel

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SWD-Schlagwörter: Erosion , Erosion <Medizin> , DEEP <Programm> , Zahnpflege
Freie Schlagwörter (Deutsch): bewe , twi , jugendliche , erosionsindex
Freie Schlagwörter (Englisch): dental erosion
Basisklassifikation: 44.96
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Seedorf, Hartwig (PD Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 12.07.2012
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 24.07.2012
Kurzfassung auf Deutsch: Ziel der vorliegenden Studie war es, die Prävalenz dentaler Erosionen an permanenten Zähnen von Hamburger Schülerinnen und Schülern im Alter von 6 bis 15 Jahren zu untersuchen. Ferner sollten potenzielle Einflussfaktoren auf das Vorkommen von Erosionen untersucht werden. Hierzu zählten Faktoren wie Geschlecht, Alter und soziale Schichtzugehörigkeit wie auch Mundhygiene- und Ernährungsgewohnheiten.

Das Vorkommen und die Schwere von Erosionen wurden im Rahmen einer kariesstatistischen Erhebung durch zwei kalibrierte Untersucher mit Hilfe des Erosionsindexes nach Lussi in einer Stichprobe Hamburger Schülerinnen und Schüler erfasst. Mit Hilfe eines Elternfragebogens und eines am Tag der Untersuchung ausgefüllten Schülerfragebogens wurden Daten über Mundhygienemaßnahmen und Ernährungsgewohnheiten erfasst.

Von 1580 untersuchten Kindern wiesen 17,8% Zeichen dentaler Erosionen auf. Diese waren bilateral symmetrisch auf die Zahnbögen verteilt. Die Beteiligung des unteren Zahnbogens (60% der betroffenen Zähne) war dabei höher als die des Oberkiefers (40%). Die höchste Prävalenz konnte bei 6-Jahr-Molaren des Unterkiefers ermittelt werden.

Jungen haben öfter Erosionen als Mädchen. Die Erosionsprävalenz steigt mit dem Lebensalter signifikant an. Unter den 15-jährigen Jugendlichen wiesen 29,9% mindestens einen Zahn mit erosiven Veränderungen auf.

In der gesamten Untersuchungskohorte ist das Ausmaß der Erkrankung mit 0,70 ± 2,27 Zähnen gering. Bei den von Erosionen betroffenen Kindern sind im Mittel hingegen 3,95 ± 4,01 Zähne involviert. Unter diesen Kindern haben Mädchen signifikant mehr betroffene Zähne als Jungen.

Die Verteilung von Erosionen bei Hamburger Kindern und Jugendlichen unterliegt einer deutlichen Polarisation. Unter den 12-jährigen Kindern sind drei Viertel frei von Erosionen. 10,6% der Kinder hingegen weisen 74,4% aller erosionsgeschädigter Zähne in ihrer Altersgruppe auf.

Die Schwere der Erosionen ist allgemein niedrig. Die große Mehrzahl (84,2%) stellen Erosionen leichten Schweregrades dar. Schwere Erosionen kommen sehr selten vor (0,2% der erodierten Zahnflächen). Allerdings ist der Anteil mittelschwerer Erosionen (Defekte mit Dentinbeteiligung) in den jüngeren Altersgruppen höher als bei den älteren Schülern.

Die Studie kann nachweisen, dass Erosionen signifikant mit der Sozialschichtzugehörigkeit verbunden sind. Dabei ist höhere Sozialschichtzugehörigkeit mit vermehrtem Vorkommen von Erosionen verbunden.

Die Auswertung der Fragebögen konnte keine Bezüge von Parametern der Mundhygiene oder der Ernährung zur Befundung erosionsgeschädigter Zähne nachweisen.

Trotz der moderaten Prävalenz und der geringen Schwere der Erosionen bei Schulkindern erfordert die Thematik infolge der Zunahme mit dem Alter erhöhte Aufmerksamkeit, denn bei einem progredienten Verlauf der Erkrankung können hieraus klinische Probleme hervorgehen. Auch die registrierte erhöhte Erosionsschwere bei jüngeren Kindern, welche möglicherweise mit veränderten Konsumgewohnheiten in Verbindung stehen kann, gibt Anlass zur weiteren Beobachtung. Ein Screening, das sich auf eine Befundung der 6-Jahr-Molaren des Unterkiefers stützt, erscheint anhand der vorgelegten Daten als Grundlage für eine frühzeitige präventive Intervention geeignet zu sein.

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