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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-58232
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2012/5823/


Einfluss früher Traumatisierungen auf die Cortisol-Aktivität unter psychosozialen Stressbedingungen bei alkoholabhängigen Patienten

Menger, Heike Franziska

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SWD-Schlagwörter: Hydrocortison , Psychisches Trauma , Alkoholismus , Sozialer Stress
Basisklassifikation: 44.91
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Wiedemann, Klaus (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 22.08.2012
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 05.09.2012
Kurzfassung auf Deutsch: Einleitung: Frühe interpersonale Traumatisierungen werden mit anhaltenden Veränderungen der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse (HHNA) in Verbindung gebracht. Trotz der hohen Prävalenz früher Traumatisierungen bei Patienten mit Alkoholabhängigkeit liegen bislang kaum Befunde zu Zusammenhängen zwischen Traumatisierungen und der HHNA bei dieser Patientengruppe vor. Ziel der vorliegenden Untersuchung war es deshalb, Effekte früher interpersonaler Traumatisierungen und möglicher weiterer Einflussfaktoren auf die Cortisol-Reaktion in einem Sozialstress-Paradigma bei alkoholabhängigen Patienten zu untersuchen.
Methoden: N=51 männliche Patienten mit Alkoholabhängigkeit nach DSM-IV (APA, 1994) wurden randomisiert dem „Trier Sozialstress-Test“ (TSST; Kirschbaum et al., 1993a) oder einer Kontrollbedingung zugeordnet. Frühe Traumatisierungen wurden anhand des „Childhood Trauma Questionnaire“ (CTQ; Bernstein und Fink, 1998) erhoben. In einer ANCOVA wurde der Einfluss der CTQ-Subskalen und weiterer Variablen, wie Trinkmenge, Depression, Ängstlichkeit und Symptomen der Posttraumatischen Belastungsstörung auf die Cortisol-Reaktion im TSST überprüft.
Ergebnisse: Frühe Traumatisierungen wurden von 55% der Teilnehmer berichtet. Variablen mit Einfluss auf die Cortisol-Reaktion im TSST waren die Trinkmenge, verschiedene Subskalen des CTQ, depressive Symptome, sowie Interaktionen zwischen Trinkmenge und sexuellem Missbrauch bzw. emotionaler Vernachlässigung. Alle Variablen mit Einfluss auf die Gesamtausschüttung von Cortisol waren bereits zu Baseline signifikant. Dennoch hatten Trinkmenge, traumatische Erfahrungen und deren Interaktion auch Einfluss auf den Anstieg der Cortisolwerte im TSST.
Diskussion: Die Ergebnisse liefern Hinweise auf eine verstärkte Reaktion traumatisierter Alkoholpatienten auf psychosozialen Stress. Dabei scheinen die Effekte früher Traumatisierungen mit denen eines erhöhten Konsums von Alkohol bei Betroffenen zu interagieren. Die Befunde unterstreichen damit die klinische Bedeutung früher negativer Erfahrungen bei Patienten mit Alkoholabhängigkeit.

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