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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-58610
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2012/5861/


Nicht-kariöse Zahnhartsubstanzdefekte bei 3- bis 6-jährigen Kindern in Hamburg

Pratsch, Pamela

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SWD-Schlagwörter: Milchgebiss
Freie Schlagwörter (Deutsch): Hypoplasien , Erosionen , Attritionen , Zahnfrakturen
Freie Schlagwörter (Englisch): hypoplasia, erosion, attrition, tooth fractures
Basisklassifikation: 44.96
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Schiffner, Ulrich (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 12.09.2012
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 16.10.2012
Kurzfassung auf Deutsch: Von März 2006 bis April 2007 wurden in Hamburger Kindergärten und Kindertagesheimen 1643 Kinder im Alter zwischen 3 und 6 Jahren zahnärztlich auf nicht-kariöse entwicklungsbedingte und erworbene Zahnhartsubstanzdefekte untersucht. Die Befunderhebung erfolgte im Zuge einer kariesepidemiologischen Querschnittsuntersuchung mit Unterstützung der Landesarbeitsgemeinschaft zur Förderung der Jugendzahnpflege Hamburg (LAJH) in 42 Hamburger Kindergärten und Kindertagesheimen. Ziel der Studie war die Erlangung von Kenntnissen der Prävalenz nicht-kariöser Zahndefekte in Milchgebissen.

Alle Milchzähne wurden zahnflächenbezogen befundet. Unter den entwicklungsbedingten Zahnhartsubstanzdefekten wurde zwischen internen und externen Hypoplasien unterschieden. Als erworbene Defekte wurden Erosionen, keilförmige Defekte, Mischformen von Erosionen und keilförmigen Defekten, avital verfärbte Milchzähne, Frakturen und Attritionen registriert. Aus den erhobenen Daten wurden Prävalenzraten für die gesamte Untersuchungskohorte errechnet und in weiteren Gegenüberstellungen auf das Alter, das Geschlecht, die soziale Schichtzugehörigkeit und die Nationalität der untersuchen Kinder bezogen.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass mit 31,6% der untersuchten 3−6-Jährigen fast ein Drittel der Kinder von mindestens einem entwicklungsbedingten Zahnhartsubstanzdefekt betroffen sind. Im Vordergrund stehen dabei interne Hypoplasien (27,5%), externe Hypoplasien sind bei 7,2% der Kinder auszumachen. Zusammenhänge zum Geschlecht, dem Alter oder soziodemographischen Variablen sind nicht zu ermitteln.

Wenn die bei 84,1% der Untersuchten vorhandenen und daher als physiologisch betrachteten Attritionen nicht berücksichtigt werden, haben 25,0% der Hamburger Kinder im Alter zwischen 3 und 6 Jahren mindestens einen erworbenen nicht-kariösen Defekt im Milchgebiss. Dabei stehen Zahnfrakturen (17,0%) und Erosionen (9,1%) im Vordergrund. Ein starker, statistisch signifikanter Bezug des Vorkommens erworbener Defekte besteht zum Alter der Kinder. Frakturen mit Dentinbeteiligung kommen bei Jungen signifikant öfter vor als bei Mädchen.

Insgesamt weisen 47,9% der 3−6-jährigen Kinder mindestens einen Zahn mit einem nicht-kariösen Strukturdefekt auf. Das Vorkommen ist bei Jungen (50,0%) etwas, jedoch nicht statistisch signifikant, häufiger als bei Mädchen (45,6%). Es besteht eine signifikante Abhängigkeit vom Alter der Kinder mit einem Häufigkeitsmaximum bei 4-Jährigen. Zu anderen soziodemographischen Parametern bestehen durchweg keine statistischen Zusammenhänge.

Im Durchschnitt hat jedes Kind 1,5 Zähne mit einem nicht-kariösen Zahnhartsubstanzdefekt, wobei unter Kindern mit derartigen Befunden jeweils 3,1 Zähne mit Strukturanomalien anzufinden sind. Das mittlere Vorkommen von 1,5 Zähnen entspricht dem Mittelwert der Kariesprävalenz in der untersuchten Kohorte von 1,5 dmf-Zähnen.



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