FAQ
© 2015 Staats- und Universitätsbibliothek
Hamburg, Carl von Ossietzky

Öffnungszeiten heute09.00 bis 24.00 Uhr alle Öffnungszeiten

Eingang zum Volltext in OPUS

Hinweis zum Urheberrecht

Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-58695
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2012/5869/


Erzeugung und Charakterisierung von Biofilm bildenden Staphylococcus-epidermidis-Transposonmutanten

Heinze, Constanze

pdf-Format:
 Dokument 1.pdf (4.827 KB) 


SWD-Schlagwörter: Biofilm , Staphylococcus epidermidis
Basisklassifikation: 44.43
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Rohde, Holger (PD Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 24.09.2012
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 18.10.2012
Kurzfassung auf Deutsch: Biofilmbildung ist einer der wichtigsten Pathogenitätsfaktoren von S. epidermidis im Zusammenhang mit Fremdkörper-assoziierten Infektionen. Paradoxerweise finden sich jedoch im klinischen Alltag häufig S. epidermidis-Isolate aus Fremdmaterial-assoziierten Infektionen, die in vitro keinen Biofilm bilden.
In dieser Arbeit wurde die Hypothese geprüft, ob bei diesen Stämmen Mechanismen der Biofilmbildung in vivo exprimiert, in vitro jedoch supprimiert werden.
Durch Transposonmutagenese des Biofilm-negativen Stammes S. epidermidis 1585 konnten Biofilm-positive Mutanten gefunden werden. Dies bestätigt die Ausgangshypothese dieser Arbeit, die davon ausgeht, dass genetische Elemente die Ausbildung eines Biofilms in vitro unterdrücken. Durch weiterführende genetische Analyse konnte gezeigt werden, dass zwei der gefundenen Mutanten eine Tn917-Insertion in dem übergeordneten Virulenzregulator sarA aufwiesen. Zudem konnte hier gezeigt werden, dass die Inaktivierung von sarA zu einer Überexpression des interzellulären Adhäsins Embp führt. Zusätzlich kommt es zu einer verstärkten proteolytischen Prozessierung des Autolysins E (AtlE), wodurch dieses funktionell aktiviert wird und zu einer vermehrten Freisetzung von extrazellulärer DNA führt.
In der vorliegenden Arbeit konnten neue Einblicke in die Bedeutung von sarA als wichtigem Regulator der Biofilmbildung bei S. epidermidis gewonnen werden. Die Ergebnisse weisen dem schon lange bekannten Regulator sarA eine völlig neue und bislang nicht beschriebene Funktion zu. Das vertiefte Verständnis des regulatorischen Netzwerkes, in welchem die funktionell an der S. epidermidis-Biofilmbildung beteiligten Oberflächenstrukturen kontrolliert exprimiert werden, kann zukünftig zu neuen Strategien in der Bekämpfung Biofilm-assoziierter S. epidermidis-Infektionen führen.

Zugriffsstatistik

keine Statistikdaten vorhanden
Legende