FAQ
© 2015 Staats- und Universitätsbibliothek
Hamburg, Carl von Ossietzky

Öffnungszeiten heute09.00 bis 24.00 Uhr alle Öffnungszeiten

Eingang zum Volltext in OPUS

Hinweis zum Urheberrecht

Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-59019
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2012/5901/


Erhebung eines Ist-Zustandes der rechtsmedizinischen Versorgungssituation von Gewaltopfern nordwestlich von Hamburg

Berge, Thekla von dem

pdf-Format:
 Dokument 1.pdf (691 KB) 


SWD-Schlagwörter: Hamburg / Institut für Rechtsmedizin Hamburg , Gewaltopfer , niedrigschwellige Versorgung von Gewaltopfern , Gewaltopferambulanz
Freie Schlagwörter (Deutsch): Klinische Rechtsmedizin , Häusliche Gewalt , Sexuelle Gewalt , regionale rechtsmedizinische Versorgung , Pinneberg , Norderstedt , Itzheoe
Basisklassifikation: 44.72
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Püschel, Klaus (Prof.Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 20.08.2012
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 06.11.2012
Kurzfassung auf Deutsch: Von Gewalt betroffene Personen sehen in den meisten Fällen zunächst von einer Anzeige bei der Polizei ab. Gerade hieraus ergibt sich die Notwendigkeit, die Geschädigten zu erkennen und vorerst auch ohne polizeiliche Meldung optimal versorgen und beraten zu können. In Hamburg ist diese Versorgung durch eine ambulante Untersuchungsstelle am Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf gewährleistet, die sich v.a. durch das niedrigschwellig angelegte Konzept auszeichnet. Es bestand der Verdacht, dass dieses niedrigschwellige Konzept das Opferhilfenetzwerk sowie Geschädigte auf regionaler Ebene nur bedingt erreicht. Exemplarisch wurden hierzu regionale Gebiete (Elmshorn, Pinneberg, Norderstedt, Itzehoe) nordwestlich von Hamburg (aufgrund ihrer geographischen Nähe und guten infrastrukturellen Anbindung an Hamburg, sowie der langjährigen Kooperation zwischen den Ermittlungsbehörden der Bezirke und dem Hamburger IfR ausgewählt) hinsichtlich ihrer bestehenden rechtsmedizinischen Versorgungsstruktur untersucht. Das Untersuchungskollektiv bestand aus 310 Akten rechtsmedizinisch körperlicher Untersuchungen geschädigter und beschuldigter Personen der Jahre 2000 bis 2009. Trotz einer vergleichsweise geringen, vorselektierten Stichprobe (bedingt durch Auftraggeber), konnten die Arbeitshypothesen bestätigt werden. Demnach wurden u.a. in den genannten Gebieten rechtsmedizinische Untersuchungen mehrheitlich nur durchgeführt, wenn eine polizeiliche Anzeige des Deliktes vorlag. Die in Anspruch genommenen Dienstleistungen beschränkten sich überwiegend auf Untersuchungen von (meist weiblichen) Geschädigten, vornehmlich bei Sexualdelikten. Die untersuchten Personen befanden sich größtenteils im jüngeren und mittleren Lebensalter. Um eine Verbesserung der Versorgungssituation zu erzielen, sollte den Forderungen des BMFSFJ sowie den Empfehlungen der WHO nachgekommen werden und in regionalen Gebieten flächendeckend niedrigschwellige Versorgungsangebote für Gewaltopfer etabliert werden. Den rechtsmedizinischen Instituten sollte dabei, durch Einbindung in die regionalen Netzwerkstrukturen, eine Schlüsselrolle zukommen.

Zugriffsstatistik

keine Statistikdaten vorhanden
Legende