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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-59251
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2012/5925/


Klinische Relevanz einer PPFIA1 Amplifikation im humanen Mammakarzinom

Wuth, Laura

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SWD-Schlagwörter: Brustkrebs , Genamplifikation , Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung
Freie Schlagwörter (Deutsch): PPFIA1, Cyclin D1, Liprin
Basisklassifikation: 44.92 , 44.81 , 44.47
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Sauter, Guido (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 02.11.2012
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 03.12.2012
Kurzfassung auf Deutsch: Amplifikationen auf dem Chromosomenabschnitt 11q13 wurden in ca. 15 – 20% in Mamma-Karzinomen gefunden und gehören daher zu den häufigsten chromosomalen Veränderungen dieses Tumortyps. Aufgrund der Größe des Amplikons, beinhaltet diese Region noch viele weitere Gene, die ebenfalls einen Effekt auf die Tumorgenese haben könnten. Studien, die die Array-CGH Methodik benutzen, haben PPFIA1-Amplifikationen und hohe Expressionsmuster seines Proteins in Zelllinien und Primärkarzinomen des Kopf-/Hals-Bereichs beschrieben. Da eine 11q13-Amplifikation häufig in Brustkrebs zu finden ist und es Hinweise für ein Mitwirken von PPFIA1 bei der Entwicklung der Brustdrüse gibt, wurden in dieser Studie die Häufigkeiten und klinische Relevanz von PPFIA1 Amplifikationen in über 2000 humanen Brustkrebsgeweben im tissue microarray Format mit Hilfe der Fluoreszenz in situ Hybridisierung bestimmt und mit vorhandenen Daten zu CCND1 – einem bekannten Onkogen im 11q13 Amplikon verglichen.
In den 1.583 analysierbaren Brustkrebsproben wurde in 248 Fällen (15,7%) eine PPFIA1-Amplifikation gefunden. 64 der Gewebeproben zeigten PPFIA1 mit mehr als 10 Gensignalen als hoch amplifiziert (4%). Eine Coamplifikation mit CCND1 wurde in allen PPFIA1 amplifizierten Tumoren gefunden (248/248, 100%). Es gab CCND1-Amplifikationen ohne PPFIA1-Coamplifikation zusätzlich in 117 (7,4%) Tumoren. Amplifikationen beider Gene (PPFIA1 und CCND1) waren signifikant mit entdifferenzierten Tumoren assoziiert (p=0,0002), aber ohne Bezug zum Tumorstadium (p=0.7066) oder dem Lymphknotenstatus (p=0.5807). Es wurde kein Unterschied in der Patientenprognose zwischen 248 PPFIA1/CCND1 coamplifizierten Tumoren und 117 allein CCND1 amplifizierten Tumoren gefunden (p=0.6419).
Diese Daten zeigen, dass eine PPFIA1-Amplifikation häufig (15,7%) in Brustkrebs auftritt. Die höhere Inzidenz der CCND1-Amplifikation verglichen mit der von PPFIA1, sowie die fehlende prognostische Relevanz der Coamplifikation und die Tatsache, dass die PPFIA1-Amplifikation ausschließlich in CCND1 amplifizierten Tumoren gefunden wurde, spricht gegen eine tumorrelevante Rolle von PPFIA1. Am ehesten kann die PPFIA1 Amplifikation als Begleitgeschehen einer CCND1-Amplifikation gesehen werden.

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