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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-59337
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2012/5933/


Iktuale Perfusions-SPECT in der prächirurgischen Epilepsie-Diagnostik : Explorative Analyse der Befundmuster hinsichtlich prognostischer Relevanz

Tast, Christian

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Freie Schlagwörter (Deutsch): SPECT , Epilepsie
Basisklassifikation: 44.99 , 44.97 , 44.64 , 44.90
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Mester, Janos (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 07.11.2012
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 05.12.2012
Kurzfassung auf Deutsch: Epilepsie ist die häufigste chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems. Bei Patienten mit pharmakoresistenter fokaler Epilepsie stellt die operative Resektion der Anfallsursprungszone (AUZ) die Therapie der Wahl dar. Das Ziel eines epilepsiechirurgischen Eingriffs ist in aller Regel die vollständige postoperative Anfallsfreiheit. Die Chance auf vollständige postoperative Anfallsfreiheit
beträgt etwa 60%. Zur Lokalisierung der AUZ stehen mehrere konventionelle diagnostische Mittel zur Verfügung, die für sich alleine allerdings jeweils unzureichend sensitiv und spezifisch sind. Daher wird die AUZ durch Zusammenschau aller Befunde lokalisiert. Ergibt die Zusammenschau keinen hinreichend eindeutigen Hinweis, insbesondere wenn die MRT keine lateralisierenden Zeichen liefert, kann die Perfusion Single Photon Emission Computed Tomography (Perfusions-SPECT) zur
Lokalisation der AUZ sinnvoll sein, wobei die iktuale SPECT sensitiver und spezifischer ist als das interiktuale. Der Stellenwert der SPECT in der Epilepsiediagnostik wird allerdings seit Jahren diskutiert. Bis heute finden sich keine einheitlichen Angaben zur Sensitivität und Spezifität der iktualen SPECT, was sich vermutlich zumindest anteilig dadurch erklärt, dass die Aussagekraft der SPECT stark vom Zeitpunkt der Tracerinjektion abhängt. Viele Arbeiten haben sich mit iktualen Perfusionsmustern auseinandergesetzt. Die Frage nach der prognostischen Wertigkeit bestimmter
Muster für den Erfolg der chirurgischen Therapie wurde allerdings bisher nur unzureichend untersucht. Um dieser Frage nachzugehen, werteten wir die präoperativen iktualen SPECTs von 23 Patienten mit pharmakoresistender Temporallappenepilepsie (TLE), die eine selektive Amygdala- Hippocampektomie erhalten hatten, retrospektiv aus. Zur Identifikation prognostischer Perfusionsmuster erfolgte ein voxel-basierter statistischer Vergleich der iktualen Perfusions-SPECTs
von Therapie-Respondern und Non-Respondern, wobei Patienten nur dann als Responder eingestuft wurden, wenn sie postoperativ vollständig anfallsfrei waren. Wir fanden eine signifikant niedrigere Perfusion im Bereich des ipsilateralen Cuneus bei Respondern. Dies legt eine prognostische Wertigkeit der relativen Perfusion im ipsilateralen Cuneus in der iktualen SPECT hinsichtlich des Therapieerfolgs der selektiven Amygdala-Hippocampektomie bei TLE-Patienten nahe. Die iktuale
Perfusion im ipsilateralen Cuneus zeigte eine signifikante positive Korrelation mit dem Delay der Injektion nach Anfallsbeginn. Daher muss der Injektionsdelay bei der Bewertung der iktualen Perfusion im ipsilateralen Cuneus zwingend berücksichtigt werden. Es konnte keine Korrelation zwischen der Perfusion im ipsilateralen Cuneus und der Anfallsdauer nach Injektion festgestellt werden. Da es sich bei diesem Ergebnis um den Befund einer explorativen Analyse der iktualen Perfusion in allen Hirnregionen handelt, ist das Ergebnis zum aktuellen Zeitpunkt als Hypothese zu
verstehen, die in weiterführenden Studien zu überprüfen ist.

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