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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-59522
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2012/5952/


Modulation der sensomotorischen Integration bei der primären zervikalen Dystonie durch 1 Hz repetitive TMS des somatosensorischen Kortex

Heidrich, Anna-Lena

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Zervikale Dystonie , Sensomotorische Integration , Transkranielle Magnetstimulation, SAI
Freie Schlagwörter (Englisch): cervical dystonia , sensorimotor integration, transcranial magnetic stimulation, SAI
Basisklassifikation: 44.90
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Münchau, Alexander (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 23.10.2012
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 06.12.2012
Kurzfassung auf Deutsch: Für Dystonie-Patienten konnte bereits in vielen Studien gezeigt werden, dass eine veränderte Verarbeitung sensorischer Informationen auf kortikaler Ebene vorliegt, die mit einer veränderten kortikalen Repräsentation des somatosensorischen Kortex (S1) einhergeht. Die 1 Hz rTMS gilt als experimentelles Instrument mit der Fähigkeit Neuronenkreise inhibitorisch zu modulieren.
Wir untersuchten die Hypothesen, ob bei ZD-Patienten die SAI schon vor einer
Intervention mit 1 Hz rTMS gegenüber normalen gesunden Kontrollen vermindert ist und ob es im Anschluss der 1 Hz rTMS bei Patienten zu einer Modulation beziehungsweise Normalisierung der SAI kommt.
Es wurden 12 ZD-Patienten und 8 Probanden/ Kontrollen untersucht. Die
Patientengruppe erhielt zusätzlich 1 Hz rTMS über dem motorischen Kortex (M1).
Als Messparameter für den Zustand der intrakortikalen Inhibition wurde die SAI genutzt. Die SAI wurde im entspannten IDM I der rechten Hand unter Anwendung von konditionierender D2-Elektrostimulation und TMS-Pulsen über dem kontralateralen M1-Gebiet abgeleitet. Die SAI vor rTMS unterschied sich für die ISIs 25 und 30 ms signifikant zwischen Patienten und Probanden/ Kontrollen.
Sowohl S1-, als auch M1-rTMS führten zu einer signifikanten Veränderung der SAI bei Patienten. Die SAI war im Anschluss an die rTMS erhöht. Bei Probanden hatte die rTMS keinen signifikanten Effekt zur Folge.
Da rTMS auch bei ZD-Patienten modulatorische Eigenschaften auf die SAI zeigte, kann eine abnorme sensomotorische Integration auch für diese dystonische Patientengruppe angenommen werden. Zugleich eröffnet diese Beobachtung Chancen für neue Therapieansätze, wenn rTMS in der Lage ist, die beeinträchtigte neuronale Aktivität zu interferieren.

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