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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-59607
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2012/5960/


Mittelfristige Ergebnisse von Hüft-TEP Wechseloperationen unter Verwendung des kurvierten zementlosen Revisionsschaftes "Revitan Kurviert" (Zimmer GmbH, Winterthur, Schweiz)

Stein, Karolin

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Basisklassifikation: 44.83
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Rüther, Wolfgang (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 19.11.2012
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum: 03.12.2012
Kurzfassung auf Deutsch: Diese Arbeit sollte mittelfristige Ergebnisse der Hüftgelenkswechseloperation unter Verwendung des zementfreien Revisionsimplantats „Revitan Kurviert“ (Zimmer GmbH, Winterthur, Schweiz) untersuchen. Dabei wurde insbesondere der Einfluss der verwendeten Zugangsformen und der daraus resultierenden Schaftverankerung auf die Standzeit und klinischen Ergebnisse untersucht. In dieser Untersuchung hatten sowohl Geschlecht als auch Body-Mass-Index keinen Einfluss auf die Standzeit der Prothese. Auch die vier Todesfälle im Beobachtungszeitraum standen nicht im Zusammenhang mit dem Einsetzen des Revitanschaftes. Sowohl der Harris Hip Score als auch der Score nach Merle d'Aubigné und Postel zeigten in den ersten zwei Jahren einen signifikanten Anstieg in beiden Gruppen (endofemoral und transfemoral implantierten Revitanschäften). In den folgenden 4 Jahren stabilisierte sich dieser Zustand mit einer Tendenz zu einem höheren Harris Hip Score und Score nach Merle d'Aubigné und Postel in der endofemoral implantierten Gruppe. Zur Interpretation dieses Ergebnisses muss berücksichtigt werden, dass die Indikation für die jeweilige Zugangsform individuell gestellt wurde. Insbesondere bei gebrochenen Stielendo-prothesen, ausgedehntem Zementmantel, periprothetischen Frakturen bzw. Frakturgefährdung oder bei besonders festsitzenden Schäften entschied man sich für einen transfemoralen Zugang. Positive Trendelenburgzeichen waren innerhalb der 6 Jahre postoperativ in beiden Gruppen gleich häufig aufgetreten und im Beobachtungszeitraum rückläufig. Bei mehr als der Hälfte der Patienten trat eine Sinterung auf (häufiger beim transfemoralen Zugang), jedoch ohne dass ein Prothesenwechsel innerhalb des Untersuchungszeitraums von sechs Jahren nötig wurde. Der präoperative Nordin Score stieg im Verlauf der 6-jährigen Beobachtungszeit an, in der Gruppe mit transfemoral implantierten Prothesen war dieser Anstieg statistisch signifikant. Eine Begründung hierfür könnte in der distalen Verankerungstechnik des Revitanschaftes liegen. Die durchschnittliche Deckellücke von 7,7 mm unterschied sich nur geringfügig von der Patientengruppe, die im Laufe der Beobachtungszeit einen Prothesenwechsel erfahren musste. Weder die durchschnittliche zirkuläre Fixationsstrecke, noch eine Fixationsstrecke unter 30 mm drei Monate postoperativ waren in dieser Studie gute Prädiktoren für einen Prothesenverlust 6 Jahre postoperativ. Die hohe Revisionsrate von 24,3% sechs Jahre postoperativ kann unter anderem mit der Patientenauswahl der Studie zusammenhängen. Um einen Vergleich zu ermöglichen, auch aufgrund der großen Vielfalt an Revisionsendoprothesen bezüglich Material, Modularität, Größe und der unterschiedlichen Operationsverfahren wäre die Entwicklung eines Endoprothesenregisters mit einem ausreichend großen Patientenkollektiv ein großer Schritt zur zukünftigen Qualitätssicherung.

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