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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-59955
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2012/5995/


Therapieziele bei Patienten mit Psoriasis und Ulcus cruris : Ausprägung und Einflussfaktoren

Gosau, Ramona

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Basisklassifikation: 44.93
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Augustin, Matthias (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 21.11.2012
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 20.12.2012
Kurzfassung auf Deutsch: Hintergrund: Psoriasis und Ulcus cruris sind häufige Hauterkrankungen, die für die Patienten oftmals sehr belastend sind. Anhand des Patient Benefit Index (PBI) können die spezifischen individuellen Therapieziele standardisiert erfasst und der gewichtete patientendefinierte Therapienutzen ermittelt werden. Über die Veränderung der Therapieziele über die Zeit bei diesen Patienten ist bisher jedoch nichts bekannt.
Zielsetzung: Erfassung der zeitabhängigen Entwicklung individueller Therapieziele in Abhängigkeit von der Ausprägung der Beschwerden und der Zielerreichung bei Patienten mit Psoriasis und Ulcus cruris unter Verwendung des PBI.
Methodik: Es erfolgten zwei explorative Vorstudien mittels retrospektiver Datenauswertung, anhand von Psoriasis-Patienten, die den PBI ausgefüllt hatten. Anschließend wurde eine prospektive klinische Längsschnittstudie über einen Zeitraum von jeweils sechs Monaten bei Psoriasis- und Wundpatienten unter Erhebung des PBI und der Ausprägung der Beschwerden durchgeführt. Hier erfolgte eine monatliche postalische Datenerhebung.
Ergebnisse: Aus den beiden Vorstudien mit n=762 bzw. n=295 Patienten und der Hauptstudie mit n=78 Patienten, konnte eine weitgehend stabil bleibende Wichtigkeit der Therapieziele, unabhängig von einer Änderung der Ausprägung oder der Zielerreichung, festgestellt werden. Bei einer längeren Erkrankungsdauer kam es mit zunehmendem Schweregrad vor allem zu einer Zunahme der Wichtigkeit der psychosozialen Ziele.
Fazit: Aufgrund der weitgehend konstanten Therapiezielwichtigkeit scheint es keine Gewöhnung oder Resignation durch die Erkrankung zu geben. Vor allem gibt es keine Gewöhnung an die durch die Erkrankung bedingte Stigmatisierung, da es zu einer Zunahme der Wichtigkeit der psychosozialen Ziele über eine längere Erkrankungsdauer und mit steigendem Schweregrad kam.
Die stabil bleibende Wichtigkeit der Therapieziele spricht zudem für eine hohe Retest-Reliabilität des PNQ. Es wird ersichtlich, dass die Wichtigkeit der Ziele in Studien nicht häufig erhoben werden muss. Eine Zielerhebung zu Beginn einer Therapie und eine Reevaluation in größeren Abständen kann jedoch in der Praxis sinnvoll sein, da eine Zielerhebung eine Motivationserhöhung für die Patienten darstellt.

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