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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-59979
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2013/5997/


Gelingensbedingungen von Fusionen

Schuster, Gabriele

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Fusion , Nonprofit-Bereich , Nonprofit-Organisation , Mitarbeiter
Freie Schlagwörter (Deutsch): Gelingensbedingung
Basisklassifikation: 71.61 , 71.51 , 85.05 , 85.09 , 85.62
Institut: Wirtschaftswissenschaften
DDC-Sachgruppe: Wirtschaft
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Epskamp, Heinrich (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 20.12.2012
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum: 03.01.2013
Kurzfassung auf Deutsch: Identifizierung von Auswirkungen eines Fusionsprozesses auf die Mitarbeiter der Fusionspartner bei bereits durchgeführten Fusionen in Non-Profit-Organisationen
Diese Forschungsarbeit befasst sich mit Gelingensbedingungen von Fusionen, also der Identifizierung von Auswirkungen eines Fusionsprozesses auf die Mitarbeiter der Fusionspartner in Non-Profit-Organisationen. Dabei soll die Sichtweise der betroffenen Mitarbeiter berücksichtigt und wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse zur Umsetzung in die Praxis generiert werden.
Non-Profit-Unternehmen wurden deshalb als Forschungsfeld gewählt, weil sie von der Wissen-schaft bislang eher vernachlässigt wurden. Untersucht wird zum einen die Fusion von fünf Gewerkschaften zur Gewerkschaft ver.di und zum anderen die Fusion von drei Fachhochschulen zur Fachhochschule Oldenburg Ostfriesland Wilhelmshaven. Die hohe Relevanz des Themas und die Notwendigkeit zu weiteren Studien wird deutlich, vergegenwärtigt man sich die auch für 2011 prognostizierte steigende Zahl von Fusions-Aktivitäten in Deutschland, die hohe Misserfolgsquote von Fusionen und die Forschungsdefizite speziell zur Sichtweise der Mitarbeiter und zu Non-Profit-Organisationen.
Um sich der Thematik zu nähern, wurden forschungsleitende Fragen aus den relevanten Theorien abgeleitet, die im Laufe der Forschung teilweise verfeinert oder ergänzt wurden. Gestartet wurde mit problemzentrierten leitfadengestützten Interviews. Die qualitativen Ergebnisse wurden einander gegenübergestellt und abgerundet durch eine Präsentation mit anschließender Diskussionsrunde und Feedback der Interviewpartner. In diesem Rahmen wurden Schwerpunkte identifiziert und diskutiert, zu denen in einer anschließenden Online-Befragung weitergehende Informationen gewonnen werden sollten.
Anhand der Ergebnisse der qualitativen und der Online-Befragung sollte herausgefunden werden, ob eine Fokussierung auf einen Bereich des sehr breit gefächerten Themenspektrums möglich ist. Dabei zeigte sich, dass Identität ein zentraler Aspekt ist und nach dem Kodierparadigma der Grounded Theory als Kernkategorie betrachtet werden kann. Nach der Methode der empirischen Typenbildung wurden aus dem qualitativen Datenmaterial fünf Fusionstypen identifiziert, die das Gelingen der Fusion unterstützen oder aber verhindern können: die Frontfigur, der Flexible, der Unbestechliche, der Platzhalter und die grauen Eminenzen.
Die wichtigsten Gelingensbedingungen aus Sicht der Mitarbeiter zu den Forschungsfragen sind: Sicherheit der Arbeitsplätze durch Schutzregelungen, Gerechtigkeit in den Arbeitsbedingungen, ehrliche Informationen statt Hinhaltetaktiken, frühe Mitbestimmung und weitgehende Formen der Einflussnahme, Identifikation mit der neuen Organisation bei gleichzeitiger Wertschätzung der „alten“ Werte, Vorbereitung der Führungskräfte auf ihre Aufgaben im Veränderungsprozess, gute Begleitung der Mitarbeiter durch das Human Resource Management und schnelle Schaffung klarer Leitungs- und Organisationsstrukturen sowie eines Organisationsleitfadens.
Zur Kernkategorie Identität konnten alle identitätsbildenden Maßnahmen als Gelingensbedingungen festgelegt werden, so z. B. die Erarbeitung einer gemeinsamen Vision und die Sicherstellung gemeinsamer Orientierungen sowie Zielbindungen. Außerdem gehört zu den Gelingensbedingungen, die fünf Fusionstypen zu kennen und entsprechend zu fordern und zu fördern. Die Ergebnisse der vorliegenden Studie verdeutlichen, dass sich ein optimaler Fusionsprozess nicht nur mit Maßnahmenkatalogen zur Verbesserung der operativen Arbeit zu befassen hat. Von zentraler Bedeutung sind vielmehr organisationsübergreifende, strategisch angelegte Change-Prozesse unter Berücksichtigung der Belange der Mitarbeiter.

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