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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-60059
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2013/6005/


Unfallursachen, Unfallmechanismen, Verletzungsmuster und Behandlungsnotwendigkeit von Reitunfällen

Eckert, Victoria Christiane

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Reitsport , Unfall , Verletzung , Präventionsmöglichkeit
Basisklassifikation: 44.70
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Püschel, Klaus (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 18.12.2012
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 14.01.2013
Kurzfassung auf Deutsch: Reitsport ist eine weit verbreitete Freizeitbeschäftigung. Durch die hohen kinetischen Kräfte und das Fluchtverhalten des Pferdes können für den Reiter Situationen entstehen, die zu Unfällen und Verletzungen führen. In der vorliegenden prospektiven Arbeit wurden über einen Zeitraum von einem Jahr die Geschehensabläufe bei 283 verunfallten Reitern, die aufgrund ihres Reitunfalles in einem der 7 an dieser Studie teilnehmenden unfallchirurgischen Kliniken behandelt wurden, evaluiert und analysiert. Das in dieser Arbeit untersuchte Kollektiv bestand aus 247 weiblichen (87,3%) und 36 männlichen Reitern (12,7%) in einem Durchschnittsalter von 26,6 Jahren. Der häufigste Unfallmechanismus war der Sturz vom Pferd (n=150, 53%), gefolgt vom Huftritt (n=33, 11,7%). Die am häufigsten von Verletzungen betroffene Körperregion war der Kopf (n=73, 25,8%), gefolgt von der Hand (n=47, 16,6%) und der Wirbelsäule (n=46, 16,3%). Kopfverletzungen waren mit einer besonders hohen Verletzungsschwere assoziiert, was sich sowohl in der Rate der operativen Behandlungsnotwendigkeit als auch in der stationären Behandlungsdauer widerspiegelte. Die genaue Analyse der Kopfverletzten zeigte, dass Schutzhelme die Schwere, nicht aber die Anzahl von Kopfverletzungen reduzieren können. Die Untersuchung der Effektivität von Oberkörperprotektoren ergab, dass im Reitschutzwesten weder einen Einfluss auf die Anzahl noch auf die Schwere von Wirbelsäulenverletzungen zu haben scheinen. Es lässt sich schlussfolgern, dass trotz der Ergebnisse dieser Arbeit ein hoher Forschungsbedarf bezüglich des Themas „Reitunfälle“ existiert. Gegenwärtig im Reitsport zum Einsatz kommende Schutzsysteme scheinen nicht ausgereift und bieten nur einen unbefriedigenden Schutz gegenüber reitunfallbedingten Verletzungen. Somit sind Wissenschaftler, Hersteller von Reitschutzkleidung, Sportmediziner und –funktionäre sowie die Reiter selbst gefordert, an der Entwicklung effektiver, komfortabler und tragbarer Schutzkleidung mitzuwirken, um in der Zukunft die Anzahl sowie die Schwere von reitunfallbedingten Verletzungen zu reduzieren.

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