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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-60269
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2013/6026/


Prognostischer Wert des perioperativen Monitorings mit Near - Infrared Spectroscopy während der Herzchirurgie mit der Herz - Lungen - Maschine bei Neugeborenen und Säuglingen

Dodge-Khatami, Jannika

Originalveröffentlichung: (2012) World Journal for Pediatric and Congenital Heart Surgery
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Freie Schlagwörter (Deutsch): NIRS, Near - Infrared Spectroscopy , Kinderherzchirurgie , Outcome , Modifizierte Ultrafiltration
Freie Schlagwörter (Englisch): NIRS , Near - Infrared Spectroscopy , Outcome , Congenital Heart Surgery , Modified Ultrafiltration
Basisklassifikation: 44.85
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Reichenspurner, Hermann (Prof. Dr. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 15.01.2013
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 25.01.2013
Kurzfassung auf Deutsch: Die Near – Infrared Spectroscopy (NIRS) ermöglicht ein nicht invasives Monitoring der regionalen, zerebralen und renalen Sauerstoff – Gewebssättigung (rSO2). In der intra – und postoperativen Phase nach herzchirurgischen Eingriffen mit der Herz – Lungen – Maschine (HLM) besteht die Gefahr eines inadäquaten Herzzeitvolumens (Low – cardiac – output – Syndrom). Wir stellten die Hypothese auf, dass perioperative NIRS Messungen prognostische Informationen liefern bezüglich eventueller unerwünschter Ereignisse (Extrakorporale Membranoxygenierung (ECMO) / Tod), längeren intensivmedizinischen Betreuungen oder längeren Krankenhausaufenthalten (LOS). Darüber hinaus untersuchten wir den Einfluss, den die HLM, die modifizierten Ultrafiltration (MUF) und die antegrade selektive Hirnperfusion (ACP) auf die NIRS Werte haben. Wir beabsichtigten Korrelationen zwischen den arteriellen Laktatwerten und der zentralvenösen Sauerstoffsättigung (SvO2), den NIRS – Werten und deren eventuelle Signifikanz für das klinische Outcome darzustellen.
In dieser prospektiven, nicht randomisierten, monozentrischen Studie wurden 41 konsekutive Neugeborene und Säuglinge (Körpergewicht < 10kg, Alter < 1 Jahr) mit angeborenen Herzfehlern, die sich aufgrund von biventrikulären zyanotischen (n=13), biventrikulären azyanotischen (n=19) oder univentrikulären zyanotischen Vitien (n=9) der rekonstruktiven Chirurgie mit der HLM unterzogen, mit eingeschlossen. Die NIRS Messungen wurden als Baseline einen Tag vor der Operation am wachen Patienten (n = 41), sowie zu 19 definierten intra – und postoperativen Zeitpunkten erhoben.
Die Analysen zeigten, dass es intraoperativ keinen Unterschied zwischen den gemessenen rechten und linken zerebralen rSO2 – Werten gab. Dies konnten wir auch während der ACP (n = 10) feststellen. Nach zehnminütiger MUF am Ende der HLM kam es, trotz des retrograden Flusses, weder zu einer hämodynamischen Instabilität noch zu niedrigerem regionalem, zerebralem Blutfluss, gemessen mittels NIRS. Die mittleren zerebralen rSO2 – Werte stiegen von 56% +/- 14% auf 61% +/- 16% und die mittleren renalen rSO2 – Werte stiegen von 76% +/- 16% auf 81% +/- 14% (n = 41; p <0.001). Zerebrale NIRS – Werte unter 45% und renale NIRS – Werte unter 40%, zu einem beliebigen intra- oder postoperativen Zeitpunkt, korrelierten mit Letalität (n=4). Niedrigere renale NIRS – Werte unter 30% prognostizierten einen längeren intensivmedizinischen Aufenthalt (12,3 Tage +/- 3 versus 5,9 Tage +/- 5,2, p=0,044), jedoch nicht einen längeren Krankenhausaufenthalt. Postoperative zerebrale und renale NIRS – Werte zeigten mittlere bis starke Korrelationen mit der zentralvenösen Sättigung (r = 0,463, p < 0,001 und r = 0,643, p < 0,001). Während der ersten 6 postoperativen Stunden zeigten die Laktatspiegel und die zerebralen NIRS – Werte eine negative Korrelation. Die unerwünschten Ereignisse wie ECMO und Tod korrelierten mit einem Laktatspiegel von 9,3 mmol/l in den ersten 24 postoperativen Stunden.
Um die klinische Relevanz der intra – und / oder perioperativen NIRS – Messungen zu etablieren oder zu widerlegen ist es notwendig die Patienten mit höheren NIRS – Werten mit denen, die niedrigere NIRS – Werte hatten, zu vergleichen. So wird es für die zukünftige Follow – up Studie von Bedeutung sein, die rSO2 – „Grenze“ zu identifizieren, welche mit neurokognitiven und Entwicklungsverzögerungen korreliert.
Kurzfassung auf Englisch: Background: Perioperative monitoring with multisite near-infrared spectroscopy (NIRS) for congenital cardiac surgery with cardiopulmonary bypass may aid in predicting adverse clinical outcomes. Methods: Forty-one consecutive neonates and infants undergoing bypass were monitored with right left cerebral and renal NIRS. Near-infrared spectroscopy and lactate were measured at 20 time points, from baseline 1 day preoperatively, during bypass and modified ultrafiltration (MUF; 10 minutes), until 24 hours postoperatively. Adverse events were extracorporeal membrane oxygenation (ECMO)/death, prolonged intensive care
unit (ICU) or length of hospital stay. Results: Perioperative mean renal NIRS remained higher than baseline (n 41) as did cerebral NIRS in all undergoing biventricular repair. During bypass (n 41), mean right and left cerebral NIRS were equal. During MUF,
cerebral and renal NIRS values increased (P < .001). Cerebral NIRS and lactate inversely correlated during the first six postoperative hours. Extracorporeal membrane oxygenation /death occurred in four patients, correlating with cerebral and renal NIRS below 45% (P

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