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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-60752
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2013/6075/


Forensisch-toxikologische post-mortem Untersuchungen im Institut für Rechtsmedizin Hamburg der Jahre 2002-2006

Breu, Julia

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Altersverteilung , wissenschaftliches Interesse , Mischintoxikation , Monointoxikation , chemisch-toxikologische Untersuchung
Basisklassifikation: 44.72 , 44.39
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Püschel, Klaus (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 22.02.2013
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 08.03.2013
Kurzfassung auf Deutsch: Bei meiner Doktorarbeit „ forensisch-toxikologische post-mortem Untersuchungen im Institut für Rechtsmedizin in Hamburg der Jahre 2002 bis 2006“ handelt es sich um eine retrospektive Analyse bereits vorhandener Daten.
Die toxikologischen Falldaten des Institutes für Rechtsmedizin wurden hinsichtlich Geschlecht, Alter, Asservate und Auftraggeber ausgewertet.
Die verschiedenen Asservate wurden bei der chemisch-toxikologischen Untersuchung mit geeigneten Methoden aufgearbeitet. Je nach Auftraggeber und Asservat werden unterschiedliche Analyseverfahren sowie ein unterschiedlicher Untersuchungsumfang angewendet um die Konzentration spezifischer Stoffe zu ermitteln.
Um festzustellen ob eine Intoxikation vorliegt, werden die erfassten Konzentrationen durch die Toxikologie bewertet.
Es konnten nicht die gesamten Daten in meine Auswertung mit einfließen, da bei einigen Todesfällen wichtige Einschlusskriterien fehlten wie z.B. das Geburtsdatum. Des Weiteren werden auch unbekannte Leichname oder Tiere nicht weiter von mir berücksichtigt.
Die Herausarbeitung der Anzahl der nachgewiesenen Intoxikationen sowie der Zusammenhang zwischen Geschlecht bzw. dem Alter sind wichtige Aspekte meiner Dissertation.
Die Auswertung hat ergeben, dass die Gesamtzahl der untersuchten Todesfälle im Laufe des Untersuchungszeitraumes schwankte, aber insgesamt von 381 Fällen auf 286 Fälle abgenommen hat. Auch die Obduktionen nahmen bei konstantem Anteil von Aufträgen aus wissenschaftlichem Interesse ab.
In den Jahren 2002-2006 stellte ich bei durchschnittlich 28% der untersuchten Fälle eine todesursächliche Intoxikation fest. Bei den Auftraggebern lag das Verhältnis von Untersuchungen aus wissenschaftlichen Interesse zu denen die im Auftrag der Staatsanwaltschaft erfolgt bei 1:1, lediglich in den Altersgruppen 30-39 sowie 60-69 Jährige dominiert die Untersuchung aus wissenschaftlichen Interesse.
Bei der Betrachtung der Geschlechtsverteilung wird ersichtlich, dass der Anteil des weiblichen Geschlechts im Untersuchungszeitraum um die 30% betrug, wobei die absolute Zahl abnahm.
Der Anteil der weiblichen Verstorbenen sank bei den Intoxikationen stetig von 44 auf 24% ab.
Als häufigste Intoxikationsursache stellte ich die Monointoxikation mit Methadon fest, gefolgt von Heroin und tödlichen Kohlenmonoxid-Vergiftungen. Beim männlichen Kollektiv war 2002 die Monointoxikation mit Heroin die führende Todesursache und wurde dann von der Monointoxikation mit Methadon abgelöst.
Bei den sonstigen Intoxikationsursachen waren Antidepressiva, Opiate und Benzodiazepine relevant. In einzelnen Fällen führten Medikamente wie Propofol oder Metoprolol zur Intoxikation. Auch Mischintoxikationen mit v.a. trizyklischen Antidepressiva mit Methadon oder Barbiturate konnten nachgewiesen werden, spielten jedoch eine untergeordnete Rolle.
Bei der Betrachtung des Alters stellt Methadon bei den 10 bis 49 Jährigen die dominierende Intoxikationsursache dar.
Über den Untersuchungszeitraum wurde bei den 30-39 Jährigen an häufigsten toxikologische Untersuchung durchgeführt wobei das Maximum in den Jahren 2002 und 2003 lag.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass der sinkende Trend von Drogentodesfällen in Hamburg der Jahre 1999 und 2000 auch in unseren Untersuchungszeitraum verzeichnet wird, wobei die Monointoxikation mit Methadon die führende Intoxikationsursache bei beiden Geschlechtern darstellt und das Maximum bei den 10 bis 49 Jährigen hat.
Methadon stellt weiterhin ein großes Problem dar.
Meine Dissertation zeigt auf wie wichtig die Untersuchungen sowie Obduktionen aus wissenschaftlichem Interesse sind bzw. werden um die Dunkelziffer zu minimieren.

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