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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-60799
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2013/6079/


Lymphozytensubpopulationen bei Kindern und Jugendlichen nach Nierentransplantation : Schwerpunkt BAFF und regulatorische T-Zellen

Dunst, Franziska

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SWD-Schlagwörter: Lymphozytensubpopulationen , Kinder , Nierentransplantation , BAFF , regulatorische T-Zellen
Freie Schlagwörter (Deutsch): Tregs , Niere
Basisklassifikation: 44.65 , 44.45 , 44.67 , 44.61
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Kemper, Markus (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 26.11.2012
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 01.03.2013
Kurzfassung auf Deutsch: Bisher wurde davon ausgegangen, dass Transplantatabstoßung und -akzeptanz hauptsächlich T-Zell abhängig wären. Besondere Bedeutung im Kontext der Transplantationsimmunologie erreichte hier die Subpopulation der regulatorischen TZellen.
Mit der Erkenntnis über Antikörper vermittelte Abstoßung verlagerte sich das
Interesse der wissenschaftlichen Forschung zunehmend in Richtung der B-Zellen. Diesen wird neben der Abstoßung auch eine wichtige Rolle in Bezug auf Toleranz zugeschrieben. Der B-Zell-aktivierende Faktor (BAFF) und sein Rezeptor (BAFF-R) sind essentiell für die B-Zellentwicklung und deren Überleben. Über die Regulation der B-Zellhomöostase nach Nierentransplantation ist wenig bekannt. Es gibt vor
allem kaum Daten zu BAFF-Spiegeln bei nierentransplantierten Kindern. Darum wurde im Rahmen dieser Arbeit eine Querschnittsstudie zur Erhebung von B-Zellen, BAFF-R-Expression auf B-Zellen und BAFF-Spiegeln im Serum anhand von Durchflusszytometrie (FACS) und Immunoabsorptions-Assay (ELISA) in einer Kohorte von 44 Kindern und Jugendlichen nach Nierentransplantation im Alter von
12± 4,1 (2-17) Jahren durchgeführt. 22 altersentsprechende, gesunde Kontrollen dienten als Vergleich. Zusätzlich wurde im Kollektiv der Transplantierten nach Korrelation zu klinischen Parametern wie Nierenfunktion, Zeit nach Transplantation etc. geschaut.
Die Ergebnisse zeigen, dass bei nierentransplantierten Kindern gegenüber den Kontrollen bei vergleichbaren absoluten Lymphozytenzahlen (2188 ±980 vs. 2331 ±1087c/μl, n.s.) signifikant höhere BAFF-Spiegel (1375 ±417 vs. 894 ±189pg/ml, p< .001), sowie verminderte B-Zellen (11 ±5 vs. 17 ±5%, p< .001) und regulatorische TZellen (1,1 ±0,7 vs. 1,6 ±0,8%, p= .017) zu finden waren. Die BAFF-R-Expression auf B-Zellen war signifikant vermindert (539 ±334 vs. 707 ±257MFI, p= .043). Unter den Transplantierten waren höhere BAFF- Spiegel unter denjenigen mit einer GFR < 60 ml/min/1,73m² gegenüber den Patienten ohne Transplantatdysfunktion zu beobachten (1553 ±447 vs. 1283 ±370pg/ml, p= .040). Die B-Zellen unterschieden sich hier nicht. Trotz verminderter B-Zellen unter den Transplantierten fanden sich
keine Immunglobulindysregulationen. BAFF korrelierte signifikant invers mit der BAFF-R Expression auf B-Zellen (r= -.503, p= .001). Zusammenfassend lässt sich sagen, dass BAFF-Erhöhung nach Nierentransplantation nicht allein durch verminderte B-Zellzahl oder Transplantatdysfunktion verursacht wird. Inwiefern eine Verschlechterung der Transplantatfunktion Ursache oder Folge des erhöhten BAFFSpiegels ist, geht hieraus nicht eindeutig hervor. Die erhobenen Daten zeigen jedoch, dass eine Dysregulation des BAFF/ BAFF-R Systems von klinischer Relevanz nach Nierentransplantation zu sein scheint. Es bedarf daher weiterer Erforschung BAFF- abhängiger Mechanismen. Außerdem zeigte sich, dass eine Verringerung der Zahl der regulatorischen T-Zellen mit einer reduzierten Zahl an BZellen,
sowie hohen BAFF- Spiegeln einher ging. Zudem fand sich ein relativ hoher
Anteil regulatorischer T-Zellen mit längerer Zeit nach Transplantation. Regulatorische T-Zellen stehen also möglicherweise im Zusammenhang mit BAFF in Bezug auf die B-Zellhomöostase und das Transplantatüberleben. Die Mechanismen sind jedoch durch diese Studie allein nicht erklärbar. Eine Überwachung der Immunsuppressiven Therapie anhand von Monitoring des BAFF und BAFF-R oder regulatorischer TZellen muss in Langzeitstudien gesondert evaluiert werden.
Kurzfassung auf Englisch: B-cells are increasingly recognized as important players in graft rejection and tolerance, the B cell-activating factor of the TNF family BAFF and its receptor (BAFF-R) play an essential role in B-cell homeostasis. We performed a cross-sectional study of B-cells and FoxP3+ regulatory T-cells (TRegs) together with serum BAFF and BAFF-R expression, using flow cytometry and ELISA in a cohort of 44 children after renal transplantation aged 12.3 ± 4.1 years without acute rejection or infection. 22 age-matched healthy served as controls.
Serum BAFF was higher in transplant patients compared to controls (1375 ±417 vs. 894 ±189pg/ml, p< .001) , but not to the same extend as in patients with CKD 3-4T. Percentage of B-cells (11 ±5 vs. 17 ±5%, p< .001) and TRegs (1,1 ±0,7 vs. 1,6 ±0,8%, p= .017) were lower in transplant patients. B-Cells did not correlate with BAFF levels. BAFF correlated significantly with reduced in BAFF-R expression on B-cells in transplant patients.
We conclude that BAFF/BAFF-R axis is dysregulated in renal transplant recipients and further studies are warranted to elucidate mechanism by which elevated BAFF levels influence graft outcome.

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