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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-60829
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2013/6082/


Klinische Relevanz des Perineuralscheidenbefalls in Stanzbiopsien beim Prostatakarzinom

Kamal, Leila

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SWD-Schlagwörter: Prostatakrebs
Freie Schlagwörter (Deutsch): Perineuralscheidenbefall
Basisklassifikation: 44.47
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Sauter, Guido (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 19.02.2013
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 18.03.2013
Kurzfassung auf Deutsch: Die Diagnose des Prostatakarzinoms wird in der Regel anhand von Stanzbiospien gestellt.
An diesen Biopsien werden verschiedene prognostisch relevante Faktoren erhoben, dazu gehören der Gleason- Score, die Tumormenge, die Tumorlänge in mm, und die perineurale Infiltration. Postoperativ wird das RP- Präparat ebenfalls histologisch untersucht. An diesem
Präparat werden ebenfalls verschiedene Faktoren erfasst, um die Prognose einzuschätzen und die weitere Therapie zu planen. Hierzu gehören neben dem Gleason-Score, das PTStadium, der R- Status und die Anzahl der befallenen Lymphknoten.
Zwischen den Jahren 1995 und 2007 wurden am Universitätsklinikum Eppendorf 98172 Stanzenserien von ca. 12587 Patienten untersucht. Die pathologischen und urologischen Daten wurden in eine Datenbank eingegeben und statistisch ausgewertet.
Ein Thema welches in der Literatur kontrovers diskutiert wird ist die prognostische Relevanz der perineuralen Infiltration in den Stanzbiopsien. Mit diesem Thema hat sich diese Arbeit
beschäftigt.
Von 7041 untersuchten Stanzbiospien mit Karzinombefall zeigten 7,4% einen positiven Perineuralscheidenbefall.
Es zeigte sich ein hochsignifikanter Zusammenhang zwischen PNI und dem Gleason- Score der Stanzbiospien . Ebenso zeigte sich ein hochsignifikanter Zusammenhang zwischen PNI und der Tumormenge. Bei einem Tumorbefall von > 40 mm konnte sogar bei mehr als 35% der Karzinome ein positiver Perineuralscheidenbefall nachgewiesen werden.
Bei 2674 von unseren Patienten konnten die RP- Präparate histologisch untersucht werden.
Allerdings zeigten sich deutlich geringere Zusammenhänge zwischen den prognostisch relevanten Faktoren und dem Perineuralscheidenbefall. So konnte nur ein geringer Zusammenhang zwischen PNI und den chirurgischen Resektionsrändern nachgewiesen
werden . Weder zwischen PNI und dem Gleason- Grad der RP- Präparate oder PNI und dem Lymphknotenstatus konnte ein Zusammenhang festgestellt werden. Lediglich zwischen PNI und dem PT- Stadium bestand ein signifikanter Zusammenhang. Hier ist allerdings die Bedeutung reduziert, da dies nicht unabhängig prediktiv ist.
Letztlich kam unsere Studie zu dem Ergebnis, dass PNI zwar eine Bedeutung hat, diese aber zu gering sei, um daraus Schlüsse ziehen zu können.

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