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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-60961
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2013/6096/


Verlaufsformen und Therapie der Multiplen Sklerose in Hamburg, eine zentrumsbasierte Erhebung

Erikli, Nilgün

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Basisklassifikation: 44.90
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Heesen, Christoph (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 22.02.2013
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 21.03.2013
Kurzfassung auf Deutsch: Um eine Übersicht einer für Hamburg repräsentativen Kohorte von MS-Patienten nach verschiedenen soziodemografischen und klinischen Parametern zu erhalten, wurden die Krankenakten von MS-Patienten, die sich im Zeitraum vom 01.01.2006 bis 31.12.2008 in der MS-Ambulanz der Uniklinik Eppendorf in Hamburg vorgestellt haben gesichtet und systematisch in die MSDS Datenbank eingegeben. Die Auswertung erfolgte mittels SPSS. Insgesamt handelt es sich um ca. 63% der für Hamburg hochgerechneten MS-Patienten und somit um ein repräsentatives Patientenkollektiv.
Die soziodemografischen Daten der Hamburger Kohorte sind weitestgehend Literaturkonform, wobei das Alter zu Erkrankungsbeginn bei 32,3 Jahren und das Geschlechtsverhältnis zu Gunsten der Frauen bei m:f=1:2,5 lag. Durchschnittlich vergingen 2,9 Jahre vom ersten Symptom bis zur Diagnosestellung. Der mittlere EDSS der Hamburger Kohorte liegt bei 3,4 ± 2,2. In der Gesamtverteilung stellt sich ein bimodaler Verlauf mit Peaks bei EDSS=2 und EDSS=6 dar. Ebenso literaturkonform verhält es sich mit dem Auftreten der verschiedenen Erstsymptome. Am häufigsten kommen hierbei Visusminderungen und Sensibilitätsstörungen vor, bei der PPMS im speziellen allerdings überwiegen die motorischen und koordinativen Störungen. In der retrospektiven Analyse der Patienten mit einer Erkrankungsdauer ≤3 Monate spiegelt sich diese Symptomverteilung ebenso wieder. In der gleichen Gruppe von Patienten wurde bei n=16 Patienten eine MS diagnostiziert. Unter ihnen fanden sich bei ca. 94% MS-Typische Liquorbefunde, allerdings bei nur ca. 44% MS-Typische MRT-Befunde.
In der Gesamtkohorte finden sich mit 53,5% hauptsächlich schubförmige Verläufe, 22,6% wiesen SP-Verläufe und 15,4% PP-Verläufe auf, wobei wir den größten Frauenanteil bei den schubförmigen Verläufen und den niedrigsten bei den PP-Verläufen finden. Das Alter bei Erstbeschwerde unterscheidet sich innerhalb der Gruppen signifikant. Patienten mit einem SR-Verlauf sind hierbei mit 30,1 Jahren wesentlich jünger als mit einem PP-Verlauf (40,7 Jahre), außerdem haben sie eine kürzere Erkrankungsdauer (8,5 ± 6,5 Jahre) und einen milderen mittleren EDSS (EDSS = 2,3 ± 1,5). Die Patienten mit SPMS sind mit 16,7 ± 8,2 Jahren am längsten erkrankt und weisen mit EDSS = 5,5 ± 1,7 den höchsten EDSS auf.
Zur Beurteilung der Beeinträchtigungsentwicklung wurde die Hamburger Kohorte über einen Zeitraum von mind. 5 Jahren beobachtet. Es stellt sich erwartungsgemäß eine Korrelation von Erkrankungsdauer und Beeinträchtigungsentwicklung in EDSS, CAMBS, SDMT, T8 und 9HPT dar. Ob sich eine immunmodulierende Therapie positiv auf den Krankheitsverlauf auswirkt kann auf Grund der Eingabemodalitäten des MSDS nicht eindeutig gesagt, jedoch vermutet werden.

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