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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-61151
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2013/6115/


Unterschiede in der gesundheitsbezogenen Lebensqualität zwischen kleinwüchsigen und normalwüchsigen Kindern und Jugendlichen : eine empirische Untersuchung

Health-related quality of life and mental health in short stature youth

Behncke, Janina

Originalveröffentlichung: (2011) Z Med Psychol 132 – 139 DOI: 10.3233/ZMP-2012-210015
pdf-Format:
 Dokument 1.pdf (3.608 KB) 


Basisklassifikation: 44.67 , 44.07
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Bullinger, Monika (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 06.03.2013
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum: 27.03.2013
Kurzfassung auf Deutsch: Drei Prozent aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland sind kleinwüchsig,
darunter auch die von Wachstumshormonmangel (GHD) oder idiopathischem
Kleinwuchs (ISS) Betroffenen. Durch eine Wachstumshormonbehandlung
wird ein Zuwachs an Körpergröße und eine Verbesserung der
Lebensqualität sowie der psychischen Gesundheit angestrebt. In der vorliegenden Querschnittsstudie wurde untersucht, ob die Lebensqualität und
die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen mit GHD beziehungsweise ISS im Vergleich zu Normalwüchsigen beeinträchtigt ist und ob sich innerhalb der von Kleinwuchs Betroffenen Unterschiede nach Diagnose, Behandlungsstatus und aktuell erreichter Körpergröße ergeben Erfasst wurde die psychische Gesundheit mit dem SDQ Fragebogen und die gesundheitsbezogene Lebensqualität mit dem KIDSCREEN-52 Fragebogen.
Insgesamt beteiligten sich 143 Patient/innen (4 – 18 Jahre) und ihre Eltern
aus pädiatrisch-endokrinologischen Zentren in Erlangen, Hamburg, München
und Bonn. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass kleinwüchsige Kinder
und Jugendliche eine signifikant geringere Lebensqualität als Normalwüchsige
berichten und sich auch in der psychischen Gesundheit von Normalwüchigen
unterscheiden. Patienten, die mit Wachstumshormonen behandelt
wurden, unterscheiden sich in KIDSCREEN und SDQ nicht von Unbehandelten. Auch in der Diagnose und der aktuellen Größe finden sich keine Unterschiede. Eltern schätzen die Lebensqualität ihrer Kinder und Jugendlichen als besser ein als deren Kinder, sahen die psychische Gesundheit ihrer Kinder aber kritischer als diese selbst. Die Studie legt nahe, dass Kleinwuchs im Vergleich zu Normalwuchs bei jungen Betroffenen mit Beeinträchtigungen der Lebensqualität und psychischen Gesundheit verbunden ist, für die krankheitsspezifische Interventionen entwickelt werden sollten. Das krankheitsübergreifende Verfahren KIDSCREEN ergab keine signifikanten Unterschiede innerhalb der Patientenpopulation entsprechend klinischer und soziodemografischer Charakteristika. In klinischen Studien sollte daher auch der Einsatz von krankheitsspezifischen Verfahren erwogen werden.
Kurzfassung auf Englisch: Three percent of children and adolescents in Germany have short stature
(SS) which also includes patients with growth hormone deficiency (GHD)
and idiopathic short stature (ISS). Growth hormone substitution in these patients is expected to increase height, health-related quality of life (HrQoL)
and mental health. The present cross-sectional study investigated healthrelated
quality of life and mental health of children with SS in comparison to
a representative German population sample and examined differences within
patients with respect to treatment status, diagnosis and actual height. A total
of 143 patients (4 – 18 years) and their parents completed questionnaires for
mental health (SDQ) and health-related quality of life (KIDSCREEN-52).
Results showed that children and adolescents with short stature report significant HrQoL impairments in comparison to children with normal height,
while differences in mental health were apparent at specific subscale levels.
Within the clinical sample, no differences regarding age and gender
were detected. Also, no significant differences in HrQoL and mental health
were found according to diagnosis (GHD/ISS), treatment status and actual
height. Parents rated their childrens’ HrQoL higher than the children themselves, whereas they considered their children’ psychological health problems more serious than the children themselves did. Results suggest that
SS is associated with impairments in HrQol and mental health as compared
to a population reference group, suggesting that these impairments should
be addressed with condition-specific interventions. Generic tools such as
KIDSCREEN did not yield differences within the patient group regarding
clinical and socio-demographic characteristics. Clinical studies therefore
should consider making use of condition specific measures.

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