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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-61277
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2013/6127/


Analyse von Einflussfaktoren auf das Langzeitüberleben von Patienten mit akuter myeloischer Leukämie nach allogener Stammzelltransplantation

Wortmann, Friederike

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Freie Schlagwörter (Deutsch): akute myeloische Leukämie, Stammzelltransplantation
Basisklassifikation: 44.86
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Ayuk Ayuketang, Francis (PD Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 26.02.2013
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 09.04.2013
Kurzfassung auf Deutsch: Die akute myeloische Leukämie ist eine der häufigsten Indikationen für eine allogene Stammzelltransplantation. Durch sie konnte die Prognose vieler Patienten deutlich verbessert werden. Aufgrund der Risiken, die eine Transplantation mit sich bringt, ist diese Therapie allerdings nicht uneingeschränkt für jeden Patienten zu empfehlen.
In den letzten Jahren wurden eine Reihe klinischer Studien durchgeführt mit dem Ziel, Faktoren zu definieren, anhand derer eine individuellere, verbesserte Indikationsstellung zur Transplantation möglich ist.
Ziel dieser Arbeit war es, mittels einer retrospektiven Analyse die Bedeutung einiger dieser Faktoren für das Gesamtüberleben im Patientenkollektiv unserer Klinik zu untersuchen.
Es erfolgte die Betrachtung aller Patienten, die aufgrund einer akuten Leukämie im Zeitraum von Januar 2000 bis Dezember 2009 transplantiert wurden. Ausgewertet wurden jene Faktoren bezüglich ihres Einflusses auf das Gesamtüberleben unserer Patienten, die sich bereits in anderen Studien als signifikant herausgestellt hatten.
Statistisch signifikante Einflussfaktoren auf das Gesamtüberleben in diesem Kollektiv waren der Remissionsstatus vor Transplantation (5-JÜR: CR1 54%, Rezidiv/refraktär 21%), das zytogenetische Profil des Patienten (intermediate risk 43% vs adverse risk 30%, p=0,003.), die Intensität der Konditionierung (5-JÜR SIC 50%, RIC 30%, p=0,003) sowie das Spenderalter. Hier zeigte sich zum einen ein Vorteil für jüngere Spenders allgemein (<39 49% vs 31% bei ≥39, p=0,017), zum anderen aber auch ein Vorteil für jüngeren Fremdspender verglichen mit älteren Familienspendern (66% vs 34%, p=0.001). Patientenalter und HLA-identität hatten hingegen keinen statistisch signifikanten Einfluss.
Der Einfluss von Zytogenetik und Remissionsstatus ist bereits in vielen weiteren Studien nachgewiesen und somit erwartet. Die fehlende Signifikanz des Patientenalters mag sich in der bereits durch das Zentrum durchgeführten reduzierten Konditionierung begründen, eine Subgruppenanalyse der älteren Patienten könnte hier Aufschluss geben. Besonders interessant für Folgeuntersuchungen sind die Daten zum Spenderalter. Bei einem zunehmend älterem Patientengut und wachsendem Spenderregister sind weiterführende Studien angebracht, um eine bessere Vorstellung über die Altersgrenze zu erhalten, ab der eine Fremdspendertransplantation einer Familienspendertransplantation möglicherweise vorzuziehen ist.

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