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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-61401
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2013/6140/


Die Auswirkungen der Wirtschaftskrisen auf die lateinamerikanische Demokratie

Aravena Lavín, Pedro

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SWD-Schlagwörter: Wirtschaftskrise , Chile , Argentinien
Freie Schlagwörter (Deutsch): Legitimität der Demokratie , Lateinamerika , Latinobarometer , Rückhalt der Demokratie
Basisklassifikation: 89.10 , 89.35 , 89.05 , 89.30
Institut: Sozialwissenschaften
DDC-Sachgruppe: Politik
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Nolte, Detlef (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 15.02.2013
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 10.04.2013
Kurzfassung auf Deutsch: Diese Dissertation untersucht die Auswirkungen der Wirtschaftskrisen auf die Legitimität und Effizienz der Demokratie in Lateinamerika. Es wurden drei methodologische Untersuchungstechniken angewandt: Die theoretische Analyse, der empirische Beweis sowie die Anwendung regressiver Statistiken. Als Grundlage für die Untersuchung wurden die Daten der Umfragen des Latinobarometers genutzt, da dieses die vollständigste Zusammenstellung von Interviews für die quantitative Forschung der politischen Wissenschaft in Lateinamerika darstellt.
Die vielfältigen Analysen zeigen, grob gesprochen, fünf Ergebnisse von Interesse: Zum ersten wird entgegen der breiten Literatur, welche die Beziehung zwischen den Wirtschaftskrisen und der Legitimität der Demokratie in Zweifel zieht, festgestellt, dass derartige Ereignisse zu den Faktoren mit den größten negativen Auswirkungen zählen. Zum zweiten wird eine hohe Heterogenität der Daten festgestellt, was zur Folge hat, dass es keine lineare Tendenz für die Beziehung zwischen BIP pro Kopf und dem Rückhalt der Demokratie gibt, was einen starken Dissens über die Auswirkungen der Wirtschaftskrisen auf den Rückhalt der Demokratie in Lateinamerika hervorgerufen hat. Zum dritten wird aus der Tatsache, dass die Auswirkungen der asiatischen Krise auf den Rückhalt der Demokratie gering waren und dass das solide Wirtschaftswachstum sich in Chile nicht in einem gesteigerten Rückhalt für das demokratische System widerspiegelt, gefolgert, dass es andere Faktoren sein müssen, welche eine größere direkte Bedeutung besitzen. Daraus wird der Schluss gezogen, dass der Rückhalt der Demokratie in diesem Fall hauptsächlich von der politischen Ideologie abhängt, da die politischen Parteien der Rechten das demokratische System nicht unterstützen. Zum vierten wird gezeigt, dass trotz der einflussreichen Literatur, welche die Auswirkungen der Wirtschaftskrisen auf die Legitimität der Demokratie anzweifelt, der Rückhalt der Demokratie in Argentinien eindeutig von der Wirtschaftskrise von 2001 beeinflusst wurde. Es wird geschlussfolgert, dass die Wahrnehmung wirtschaftlicher Stabilität durch die Bevölkerung eine Schlüsselvariable für die Unterstützung der Demokratie darstellt. Zum fünften wird durch die Anwendung von regressiven Modellen in vergleichender Perspektive festgestellt, dass die bedeutsamsten Variablen im argentinischen und chilenischen Fall voneinander abweichen. Die Ursprünge dieser wichtigsten Variablen sind das Spiegelbild der politischen und wirtschaftlichen Ereignisse der letzten Jahrzehnte. Die politische Kultur ist ein wichtiger Faktor, um zu erklären, warum der Rückhalt der Demokratie in Argentinien höher ist als in Chile.



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