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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-62092
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2013/6209/


Determinanten industrieller Entwicklung : ein Vergleich zwischen Deutschland und dem Iran

Akbari Ghamsari, Amir

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Industrialisierung , Industrirelle Beziehungen , Institution , Islam , Kultur
Freie Schlagwörter (Englisch): Industrialization , Industrial Relations , Culture , Secularization
Basisklassifikation: 71.99
Institut: Sozialwissenschaften
DDC-Sachgruppe: Sozialwissenschaften, Soziologie, Anthropologie
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Heinemann, Klaus (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 29.05.2013
Erstellungsjahr: 2013
Publikationsdatum: 14.06.2013
Kurzfassung auf Deutsch: Das Ziel des ersten Teils dieser Dissertation ist es, die Unterschiede in der industriellen Entwicklung zwischen Deutschland und dem Iran anhand von Sekundärdaten zu messen, um dann in den weiteren Teilen zu versuchen, diese Unterschiede durch drei Hypothesengruppen zu erklären, um daraus mögli-che Vorschläge abzuleiten, durch die die wirtschaftliche Entwicklung im Iran forciert werden könnte. Es wurden drei Gruppen von Indikatoren der Messung und des Vergleichs der Industrialisierung verwendet, und zwar die wirtschaftliche, die technische und die soziale Dimension. Zusammengefasst wurde festgestellt, dass das Niveau der Industrialisierung bzw. der Stand der wirtschaftlichen, technischen und sozialen Entwicklung in Deutschland insgesamt 28 Mal höher ist als die des Irans.
In dieser Dissertation wurde eine Kombinationen vielfältiger Ursachen untersucht und zwar aus den Bereichen sozialer und kultureller Faktoren sowie aus dem Bereich des System der industriellen Be-ziehungen, um damit die wichtigsten Determinanten (Ursachen bzw. Hindernisse) der Industrialisie-rung der persischen Gesellschaft im Vergleich mit Deutschland herauszuarbeiten.
Als Methode wurde die Mixed-Method Strategy verwendet. Auf der einen Seite wurde eine Fülle von Sekundärmaterialien gewonnen (Inhaltsanalysen, Institution-Analysen), auf der anderen Seite wurden Daten verwendet, die mit standardisierten Befragungen und Expertenbefragungen erhoben wurden.
Es wurden (in Teheran) 211 Experten zu möglichen sozialen und kulturellen Determinanten befragt und weiter mit 95 Vertreten der Arbeitnehmer und Arbeitgeber schriftliche Befragung über die indus-triellen Beziehungen, (als erstes Mal im Iran auf nationaler Ebene) durchgeführt.
Die Ermittlung der Güterkriterien zeigten, dass die Daten relativ valide, zuverlässig und objektiv sind. Die Ergebnisse der sozialen und kulturellen Determinanten sind eher für Teheran und die der Untersuchung zu den industriellen Beziehungen für Iran repräsentativ.
In dieser Untersuchung wurde festgestellt, dass 1. die Variablen soziale Ungleichheit, 2. schlecht funktionierenden und gering kooperierenden Institutionen, 3. mittelmäßige bürokratisierte Organisationen, 4. eine geringe nationale Identität und 5. aufgrund vorrangig durch Beziehungen, nicht nach Leistung verteilte Positionen im Iran im Vergleich mit Deutschland als die möglichen sozialen Determinanten gesehen werden können. Bei einem Religionsvergleich ist festzustellen, dass die Ethik der sozialen Marktwirtschaft mit der Ethik des Islams weitgehend vereinbar ist und somit der Islam das Potenzial hat, die Rolle einer dominanten Institution in der Gesellschaft zu übernehmen, was de facto allerdings nicht der Fall ist. Schließlich wurde festgestellt, dass nur schwach ausgeprägte positive Bewertungen der Arbeit, der Sparsamkeit und des Zeitbewusstsein, weiter die Schwäche der sozialen Ordnung und instabile Normen, sowie das geringe Vertrauen im Iran in Vergleich mit Deutschland als mögliche kulturelle Determinanten betrachtet werden können.
Industriellen Beziehungen sind im Iran in Vergleich mit Deutschland nur schwach und wenig differenziert ausgeprägt; klare Regeln, die die Beziehungen zwischen den Akteuren eindeutig bestimmbar machten, bestehen nur unvollständig. Eine Konsensus-Atmosphäre zwischen den Akteuren ist nur schwach ausgeprägt. Der Wettbewerb ist vor allem aufgrund des starken staatlichen Sektors nur gering entwickelt. Die Arbeitnehmer verfügen über geringen Macht und Status. Daraus ergibt sich für den Iran im Vergleich zu Deutschland eine weitere wichtige Barriere für die industrielle Entwicklung.
Kurzfassung auf Englisch: The aim of the first part of this thesis is to measure the differences in industrial development between Germany and Iran on the basis of secondary data, and then try the further parts to explain these differences by three hypothesis groups to it possible suggestions derive, through the economic development in Iran could be accelerated. Three groups of indicators of measurement and comparison of industrialization were used, namely the economic, technical and social dimensions. In summary, it was found that the level of industrialization and the level of economic, technological and social development in Germany has a total of 28 times higher than that of Iran.
In this dissertation, a variety of combinations of causes was examined specifically in the areas of social and cultural factors as well as from the area of the system of industrial relations to ensure that the main determinants (causes or obstacles) the industrialization of Persian society compared with Germany.

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