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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-62236
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2013/6223/


Zwischen Notengebung und Urteilsfähigkeit : Einstellungen und Vorstellungen von Lehrkräften verschiedener Fachkulturen zum Kompetenzbereich Bewertung der Nationalen Bildungsstandards

Hartmann-Mrochen, Maria

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SWD-Schlagwörter: Urteilsfähigkeit , Lehrerbildung , Didaktik , Kompetenz , Einstellung , Vorstellung , Bewertung , Interview
Freie Schlagwörter (Deutsch): Bewertungskompetenz , Bildungsstandards , Naturwissenschaftsdidaktik , Politikdidaktik , Fachkultur
Freie Schlagwörter (Englisch): decision making , teachers' attitudes , teachers' beliefs , judgment , cross-faculty approach
Basisklassifikation: 81.05 , 81.61
Institut: Erziehungswissenschaft
DDC-Sachgruppe: Erziehung, Schul- und Bildungswesen
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Höttecke, Dietmar (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 23.04.2012
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum: 21.06.2013
Kurzfassung auf Deutsch: In der vorliegenden Untersuchung wurden in halbstrukturierten, leitfadengestützten und problemzentrierten Interviews (N=37) die Vorstellungen und Einstellungen von Lehrkräften zum Kompetenzbereich Bewertung der Nationalen Bildungsstandards (Naturwissenschaften) und des Bereichs Urteilskompetenz der Anforderungen an Nationale Bildungsstandards (Politische Bildung) erhoben. Dabei ließen sich mit Hilfe qualitativer Auswertungsverfahren vier voneinander unterscheidbare Vorstellungsklassen identifizieren.

Auf Personenebene konnten sowohl Einstellungsklassen, die anhand von Fallbeispielen illustriert wurden, beschrieben als auch Umsetzungserfahrungen klassifiziert werden. Dabei unterscheiden sich die Lehrkräfte darin, wie viel Unterrichtserfahrungen sie mit der Förderung von Bewertungskompetenz haben als auch in dem Selbstverständnis, mit dem sie diese in ihr unterrichtliches Handeln integrieren.

Nicht mehr auf Personenebene aber überpersonal konnten vier Lehrertypen in Form idealtypischer Konstrukte entwickelt werden. Diese differieren in ihrer Ausprägung in sechs verschiedenen Merkmalen (Bewerten-Vorstellung, Bedeutung von Sachwissen, Umsetzung, Einstellung, Fachzugehörigkeit von Bewertungskompetenz und notwendige Voraussetzungen von Schülerinnen und Schülern), die zusammenfassend in einem sogenannten Fokus charakterisiert werden. Die Unterscheidung der Merkmale geschieht dabei für die jeweiligen Typen in einer Gewichtung, so dass z.B. für Typ 1 und 2 sowohl "innerfachliche" als auch "Bewerten-ist-Anwenden" Vorstellungen identifiziert werden konnten, diese jedoch in Gewichtung und Bedeutung zwischen den Typen differieren.

In zwei weiteren Aspekten wurden die identifizierten Vorstellungen, Einstellungen und Typen analysiert. Hierbei wurden fachspezifische Unterschiede zwischen den Lehrkräften der einzelnen Fächer betrachtet. Dabei stellt die Unterscheidung der Lehrkräfte nach Fächern kein starkes diskriminantes Merkmal dar. Dennoch konnten einige Besonderheiten identifiziert und in Beziehung zum Bewertungskompetenzbegriff der Nationalen Bildungsstandards gesetzt werden. Die Frage der Implementation ist darüber hinaus Anhaltspunkt für weitere Überlegungen. Inwiefern die einzelnen Typen in Lehrerfortbildungen weitere Aspekte von Bewertungskompetenz entwickeln könnten, ist Gegenstand der Diskussion.
Kurzfassung auf Englisch: Through interviews that were both structured and open this study collected data about teachers' attitudes and beliefs regarding their students' ability to judge and decide. When nationwide standards for education were released in 2004, teachers in science education were confronted with the new aspect of teaching judgment while teachers in politics already had a tradition in this field. The study is based on 37 interviews conducted with teachers teaching physics, chemistry, biology or politics. Four different conceptions were found with qualitative methods of analysing the interview data. In addition a typology of different types was developed.

Different case based examples are presented to illustrate different attitudes towards judging and decision making as well as differences in teachers' experiences with teaching judging and decision making as extracted from the interview responses. Differences occur on the level of teachers' experience as well as on the level of acceptance.

Moreover the typology reveals four types which differ concerning aspects as how judging and decision making are perceived, how relevant content knowledge is assumed to be, how judging and decision making are taught, how attitudes towards them are voiced, whether they are thought to belong to one's own subject and which abilities students have to have before they are assumed to be able to learn judging and deciding. While some aspects might occur in more than one type they differ as to their importance.

Furthermore teachers' responses were examined in relation to the subjects the teachers teach and to their correspondence with the national standards. While the distinction between the subjects shows a weak relation between the typology and the subject the correspondence with the national standards is high only for politics teachers. How the different types might respond to future attempts of implementing national standards (regarding judgment) is discussed at the end of this study.

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