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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-62393
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2013/6239/


Diffusionsgewichtete Magnetresonanztomographie : Beurteilung der Differenzierungsmöglichkeiten zwischen gesundem erwachsenen und juvenilen blutbildendem Knochenmark

Krstin, Nina

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Diffusionsgewichtete Magnetresonanztomographie dwMRT Knochenmark Wirbelkörper
Basisklassifikation: 44.64
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Habermann, Christian (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 14.05.2013
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 03.07.2013
Kurzfassung auf Deutsch: In dieser Studie wurden mit Hilfe der diffusiongewichteten MRT (DW-MRT) thorakolumbale Wirbelkörper von 88 Probanden im Alter von 0-84 Jahren untersucht. Die Berechnung des ADC-Wertes für normales vertebrales Knochenmark erfolgte unter Verwendung diffusionsgewichteter Echo-Planar (DW-EPI) Sequenzen mit 3 b-Werten (50, 400 und 800 s/mm2). Zur statistischen Analyse wurden die Probanden gemäß ihres Alters in 4 Gruppen unterteilt: Gruppe A (0-19 Jahre), Gruppe B (20 -39 Jahre), Gruppe C (40-59 Jahre) und Gruppe D (> 59 Jahre). Die DW-MRT erwies sich in einigen aktuellen Untersuchungen als nützliches Instrument zur Beurteilung von Wirbelkörpern hinsichtlich maligner und benigner Veränderungen bzw. Frakturen. Einen routinemäßigen Einsatz im klinischen Alltag hat die DW-MRT jedoch außerhalb der Neuroradiologie bislang nicht erreicht. Ziel dieser Arbeit war der Beweis einer altersabhängigen Varianz des Wirbelkörperknochenmarks mit Hilfe der DW-MRT und die Differenzierung von normalem juvenilen Knochenmark von normalem adulten Knochenmark in Wirbelkörpern anhand des ADC-Wertes. Das Ergebnis des mittleren ADC-Wertes für normales vertebrales Knochenmark beträgt für Gruppe A 0,53 x 10-3 mm2/s (95% Konfidenzintervall 0,51 x 10-3 mm2/s, 0,56 x 10-3 mm2/s), für Gruppe B 0,54 x 10-3 mm2/s (95% Konfidenzintervall 0,51 x 10-3 mm2/s, für Gruppe C 0,47 x 10-3 mm2/s (95% Konfidenzintervall 0,44 x 10-3 mm2/s, 0,50 x 10-3 mm2/s) und für Gruppe D 0,46 x 10-3 mm2/s (95% Konfidenzintervall 0,43 x 10-3 mm2/s, 0,50 x 10-3 mm2/s).
Die statistische Analyse dieser Ergebnisse ergab eine signifikante negative Korrelation (rho = -39; p < 0,001) von Alter und gemessenem ADC-Wert. Dabei wies Gruppe D signifikant geringere ADC-Werte im Vergleich zu Gruppe B und signifikant geringere ADC-Werte im Vergleich zu Gruppe A auf. Gruppe C zeigte ebenfalls signifikant geringere ADC-Werte im Vergleich zu Gruppe B. Im Vergleich der Gruppen A und B, sowie im Vergleich der Gruppen C und D ergaben sich keine signifikanten ADC-Mittelwertdifferenzen. Diese Ergebnisse beweisen eine negative Korrelation von Alter und ADC-Wert des vetebralen Knochenmarks. Weiterhin konnte juveniles Knochenmark mit Hilfe der quantitativen DWMRT signifikant von adultem Knochenmark unterschieden werden. Bei eindeutiger Reproduzierbarkeit dieser Daten und eventuell Festlegung von ADCReferenzwerten sowie einer Standardisierung von geeigneten Sequenztypen und Parametern zur Datenerhebung, könnte sich die DW-MRT zur Beurteilung der Knochenmarkstruktur im klinischen Alltag etablieren. Damit würden sich Möglichkeiten eröffnen herkömmliche invasive Methoden zur quantitativen Beurteilung der Zellzusammensetzung des Knochenmarks, wie die Beckenkammpunktion, durch diese nicht invasive Methode zu ersetzen. Um dies zu erreichen, muss zunächst die eindeutige Reproduzierbarkeit dieser Daten in weiteren Studien belegt werden.

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