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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-62424
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2013/6242/


Histologische Tumorcharakteristika und klinischer Verlauf nach radikaler Prostataektomie (RP) von potentiellen Active Surveillance (AS) Kandidaten nach den PRIAS (Prostate cancer Research International : Active Surveillance)-Kriterien

Abdelghani, Raid

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Prostatakarzinom , Aktive Überwachung , Abwartendes Management , Insignifikantes Karzinom , Übertherapie
Freie Schlagwörter (Englisch): Prostate cancer , Active surveillance , Expectant management , Insignificant cancer , Overtreatment
Basisklassifikation: 44.88
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Heinzer, Hans (Prof. Dr. )
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 17.06.2013
Erstellungsjahr: 2013
Publikationsdatum: 03.07.2013
Kurzfassung auf Deutsch: In der vorliegenden Arbeit wurde eine retrospektive Analyse von 1163 nach radikaler retropubischer prostataektomierten Patienen durchgeführt, die die Kriterien der PRIAS- Gruppe entsprechen und potentielle Active Surveillance (AS) Patienten gewesen wären.
Ziel war es zu bestimmen, ob die von der PRIAS- Gruppe vorgeschlagenen Kriterien für die Aufnahme in solch eine AS- Therapie geeignet und zuverlässige Parameter sind, um ein Niedrigrisikoprofil zu erkennen, oder ob andere Parameter notwendig sind.
Dabei wurden die Daten von Patienten mit den Kriterien, histologisch gesichertes Adenokarzinom der Prostata klinisches Stadium T1c-cT2, kein Gleason-Grad-4- oder -5-Muster, PSA-Dichte<0,2ng/ml/ml, PSA ≤ 10ng/ml, 2 ≤ positive Biopsien, PSA-Dichte < 0,2 in der Studie analysiert.
Bei einem mittleren Follow- up von 69 Monaten zeigte sich bei diesen Einschlusskriterien eine bis zu 32%ig hohe Fehlklassifikation nach Auswertung der histologischen Tumorcharakteristika. Es konnten in dieser Studie keine signifikant besseren Parameter zur Erkennung eines Niedrigrisikoprofils bestimmt werden.
Dieses Ergebnis zeigt, dass die „Aktive Überwachung“ bei lokal begrenztem Prostatakarzinom Risiken birgt. Der Tumor könnte bösartiger sein und sich weiter ausgebreitet haben, als klinisch erkennbar. Der Zeitpunkt zum rechtzeitigen Eingreifen könnte verpasst werden und der Patient müsste mit der Furcht vor dem Fortschreiten leben.
Die „Aktive Überwachung“ von Patienten mit einem neu diagnostizierten PCA ge¬hört zu den Therapieoptionen, die dem betroffenen Mann bei einem Niedrigri¬sikoprofil aufgezeigt werden sollte. Dabei sollte der Patient über die genannten Risiken entsprechend aufgeklärt werden.
Der Anteil der potentiellen Kandidaten zur Aufnahme in die „Aktiven Überwachung“ wird aufgrund der verbesserten Diagnostik weiter steigen, umso wichtiger ist die Frage nach den besten und einheitlichen Kriterien zur Aufnahme in solch ein Programm um die Risiken zu minimieren. Zur Beantwortung dieser Frage bedarf es noch mehr prospektive Studien mit langen Follow- ups. Hier scheint PRIAS eine praktikable Lösung für die Zukunft zu bieten.

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