FAQ
© 2015 Staats- und Universitätsbibliothek
Hamburg, Carl von Ossietzky

Öffnungszeiten heute09.00 bis 24.00 Uhr alle Öffnungszeiten

Eingang zum Volltext in OPUS

Hinweis zum Urheberrecht

Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-62694
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2013/6269/


Beeinträchtigung der Herzfunktion von Kindern mit schwerer Malaria tropica

Hoffmann, Steffi

pdf-Format:
 Dokument 1.pdf (894 KB) 


Basisklassifikation: 44.75
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Burchard, Gerd-Dieter (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 03.07.2013
Erstellungsjahr: 2013
Publikationsdatum: 26.07.2013
Kurzfassung auf Deutsch: Nach wie vor ist die Malaria tropica in Kumasi und Zentral- Ghana eine der Hauptursachen für viele Todesfälle im Kindesalter. Schwere Infektionen wie die Sepsis beeinflussen generell Herzfunktion und hämodynamischen Status, jedoch ist konkret bei schwerer Malaria über ähnliche Auswirkungen bisher wenig bekannt. Resultate von kürzlich durchgeführten Studien mit Biomarkern weisen auf eine Beeinflussung der Herzfunktion hin, aber es existierten keine klinischen Untersuchungen, die dies beweisen.

Aufgrund dessen wurde 2008 und 2009 eine groß angelegte Studie durchgeführt. Es wurden 183 Kinder im Alter von 12 und 108 Monaten aufgenommen und klinische sowie Blutparameter an den Tagen Null und 42 (+/- 2 Tage) erhoben. Bedside tests für biochemische Marker wie Herzenzyme, Kreatinin, Blutgasanalysen, Elektrolyte und Blutauszählungen, sowie Funktionsuntersuchungen wie Echokardiographie und Elektrokardiogramm wurden mit klinischen Symptomen und Parasitendichte während einer Erkrankung verglichen. Uni- und multivariate Korrelationsanalysen sowie intra- individuelle Ergebnisse wurden zwischen den Tagen Null und 42 ermittelt.

Das Herzminutenvolumen war am Aufnahmetag im Vergleich zu Tag 42 signifikant erhöht (5.8 ml/m2 (SD +/- 1.8) zu 4.7 ml/m2 (SD +/- 1.4); P< 0.001). Ein gesteigertes Herzminutenvolumen korrelierte negativ mit den Hämoglobinwerten, aber nicht mit Parametern die auf eine eingeschränkte Gewebeperfusion oder eine metabolische Azidose hinweisen. Die Parasitendichten hatten einen signifikanten Einfluss in Richtung einer metabolischen Azidose, aber nicht auf das Herzminutenvolumen. Verschlechterte Herzfunktion, niedrige Hämoglobinwerte und eine metabolische Azidose wurden vor allem bei Kindern unter zwei Jahren gefunden.
Kurzfassung auf Englisch: Mortality and morbidity due to Plasmodium falciparum malaria remain high. While severe infectious diseases like sepsis alter cardiac function and hemodynamic status, little is known on cardiac dysfunction in severe malaria. Results of recent studies with biomarkers indicate impaired cardiac function in severe malaria but no larger clinical investigation is available to support this.

To get more results about the cardiac function in children with severe malaria a study to investigate cardiac function among children with severe malaria in Ghana was conducted. In 2008 and 2009, 183 children aged 12-108 months were included and clinical as well as blood parameters were obtained upon admission and at day 42 (+/- 2 days). Bedside tests for biochemical markers like cardiac enzymes, creatinine, blood gas analyses, electrolytes and blood counts as well as functional analyses like standardized cardiac ultrasound and electrocardiograms were compared with clinical symptoms and conditions as well as blood parasite levels. Uni- and multivariate correlation analyses as well as intra-individual pair-wise comparisons between day 0 and 42 were performed.

Cardiac index (CI) was significantly increased on day 0 compared to day 42 (5.8 ml/m2 (SD +/- 1.8) versus 4.7 ml/m2 (SD +/- 1.4); P< 0.001). Increased CI correlated negatively with haemoglobin levels but not with parameters indicating impaired tissue perfusion or metabolic acidosis. Parasite levels had a significant influence on metabolic acidosis but not on CI. Alterations related to cardiac function, haemoglobin levels and metabolic acidosis were most prominent in children younger than two years.

Zugriffsstatistik

keine Statistikdaten vorhanden
Legende