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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-62805
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2013/6280/


Die Keimzelltumoren des Hodens : klinische Daten und Behandlungsergebnisse bei 112 Patienten ; eine retrospektive Analyse

The germ cell tumors of the testis : clinical data and treatment results in 112 patients ; a retrospective analysis

Al-Fareh, Yousef

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Basisklassifikation: 44.81
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Fiedler, W. (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 25.06.2013
Erstellungsjahr: 2013
Publikationsdatum: 31.07.2013
Kurzfassung auf Deutsch: Ziel dieser Arbeit war es, die Behandlungsstrategie der testikulären Keimzelltumoren in unseren Krankenhaus mittlere Größe (Franziskus Hospital Bielefeld) zu ermitteln und mit den internationalen Standards und den evidenzbasierten Leitlinien zu vergleichen, Abweichungen aufzuzeigen und die Versorgungsqualität zu verbessern. Zu diesem Zweck wurden die Daten von 112 Patienten ausgewertet, die im Zeitraum von Juli 1997 bis Dezember 2009 aufgrund eines testikulären Keimzelltumors im Franziskus Hospital zu Bielefeld betreut wurden.
Der Krankheitsverlauf der 112 Patienten wurde anhand der Krankenunterlagen der Klinik und durch eine telefonische Befragung der Patienten selbst oder der weiterbehandelnden Ärzte möglichst lückenlos vervollständigt. Nach der Sammlung der Daten erfolgte die statistische Auswertung und Analyse.

3 Patienten sind während der Therapie bzw. im Beobachtungszeitraum verstorben. Dies entspricht einer Letalität von 2,7%. Insgesamt 8 (7,1 %) Patienten erlitten ein Rezidiv. Nach einem medianen Nachbeobachtungszeitraum von 70 Monaten waren etwa 97 % der Patienten am Leben und tumorfrei. Das Gesamtüberleben lag bei 97% bzw. 98% für seminomatöse und nichtseminomatöse Keimzelltumoren.

Insgesamt lag zum Teil bei einigen Patienten ein initialer Therapiefehler bzw. eine von der aktuellen Leitlinie abweichende Therapie vor. Keiner dieser Patienten ist an der Über- oder Untertherapie verstorben. Bezüglich der akuten Toxizität wurde die Therapie von fast allen Patienten relativ gut vertragen, zwei Patienten verstarben jedoch. Ein Patient verstarb an einer interstitiellen Pneumonitis. Der andere Patient nach dem 1. Zyklus PEB im Rahmen einer Dekompensation bei bekannter fortgeschrittener Leberzirrhose. Über die Langzeit-Toxizität hatten wir keine Information, da die Kontrolluntersuchungen hauptsächlich von den Hausärzten bzw. niedergelassenen Urologen durchgeführt wurde und diese Informationen größtenteils nicht verfügbar waren.

Die vorliegenden Ergebnisse legen die Schlussfolgerung nahe, dass sich sowohl unsere Patientencharakteristika als auch die Behandlungsergebnisse mit den in der Literatur mitgeteilten Ergebnissen verglichen lassen, insbesondere durch die konsequente Einhaltung der interdisziplinären, EBM-basierten Leitlinien zur Diagnostik und Therapie des testikulären Keimzelltumors.

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