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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-62861
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2013/6286/


Untersuchung des Zelloberflächenmoleküles Epithelial Cell Adhesion Molecule (EpCAM) als prognostischer Marker beim duktalen Adenokarzinom des Pankreas

The role of Epithelial Cell Adhesion Molecule (EpCAM) as prognostic marker in pancreatic cancer

Struck, Lea

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Basisklassifikation: 44.65
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Bockhorn, Maximilian (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 01.07.2013
Erstellungsjahr: 2013
Publikationsdatum: 30.07.2013
Kurzfassung auf Deutsch: Die Expression des epithelialen Zell-Adhäsionsmoleküls EpCAM konnte in einer Vielzahl von Epithelien nachgewiesen werden. Diverse Studien geben Hinweise auf eine Überexpression von EpCAM in einigen Karzinomen, des Weiteren wird eine Beteiligung in Signaltransduktionswegen und Gewebeproliferation diskutiert. Die Daten zur Korrelation der EpCAM-Expression in Tumoren und der Prognose der Patienten sind jedoch lediglich deskriptiv und ob EpCAM hierbei onkogene oder tumorsuppressive Eigenschaften zukommen, bleibt aufgrund der ambivalenten Studienergebnisse bis dato ungeklärt. In der vorliegenden Arbeit wurden die Serumlevel von EpCAM verschiedener Gruppen untersucht, um Erkenntnisse zu dessen Bedeutung als diagnostischer und prognostischer Marker beim duktalen Pankreaskarzinom zu gewinnen.
Hierzu wurde mit Hilfe eines kommerziell erhältlichen, etablierten ELISA-Kits ein Sandwich-ELISA an den Serumproben von 66 Patienten mit duktalem Karzinom des Pankreas, 43 Patienten mit chronischer Pankreatitis und 104 gesunden Blutspendern durchgeführt.
Es konnte gezeigt werden, dass eine lösliche Form von EpCAM in allen drei Gruppen nachweisbar ist. Entgegen der Erwartungen und der bisherigen Studienlage wiesen Proben der Patienten mit Pankreaskarzinom in der vorliegenden Studie im Median die geringsten EpCAM-Serumlevel auf. Der Median der Patienten mit chronischer Pankreatitis lag etwas höher und die untersuchten Blutspender zeigten die höchsten EpCAM-Serumlevel, wobei die Unterschiede zwischen den drei untersuchten Gruppen signifikant waren. Die beste Trennschärfe von Patienten mit Pankreaskarzinom gegenüber Patienten mit chronischer Pankreatitis und Blutspendern ergab sich bei einem Schwellenwert für das EpCAM-Serumlevel von 0,442 ng/ml, wobei hier eine Sensitivität von 66,7% und eine Spezifität von 77,5% erreicht werden konnte. Eine Korrelation der klinisch-pathologischen Parameter bei Patienten mit Pankreaskarzinom und den EpCAM-Serumleveln konnten wir in dieser Studie nicht nachweisen. Auch zwischen hohen oder niedrigen EpCAM-Serumwerten und der Gesamtüberlebenszeit konnte keine statistisch signifikante Korrelation festgestellt werden. Aufgrund der Ergebnisse dieser Studie und der noch nicht vollständig bekannten Funktion von EpCAM erscheint die Bestimmung des EpCAM-Serumlevels zum heutigen Zeitpunkt weder als diagnostischer noch als prognostischer Marker für das Pankreaskarzinom sinnvoll.

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