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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-63213
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2013/6321/


Kognitive Emotionsregulation : Reappraisal als zweiphasiger Prozess

Brenninkmeyer, Jessica Maria

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SWD-Schlagwörter: Funktionelle NMR-Tomographie , Physiologische Psychologie , Angst
Freie Schlagwörter (Deutsch): Kognitive Emotionsregulation , Reappraisal , fMRT , antizipatorische Angst
Freie Schlagwörter (Englisch): cognitive emotion regulation , reappraisal , fMRI , anticipatory anxiety
Basisklassifikation: 77.50
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Büchel, Christian (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 24.06.2013
Erstellungsjahr: 2013
Publikationsdatum: 09.08.2013
Kurzfassung auf Deutsch: Reappraisal ist eine effektive kognitive Strategie zur Emotionsregulation, die klinisch vor allem in der Therapie von Depression und Angststörungen eine Rolle spielt (Gross & John 2003; Campbell-Sills & Barlow 2007).
Diese Studie beschäftigt sich mit der neuronalen Dynamik des Reappraisalprozesses. Ziel war die empirische Testung von Kalischs Reappraisalmodell IMMO (implementation-maintenance model). IMMO postuliert, dass es sich bei Reappraisal um einen zeitlich ausgedehnten, zyklischen, im Wesentlichen aus einer Implementierungs- und einer Aufrechterhaltungsphase bestehenden Prozess handelt. Zudem wurde die Hypothese überprüft, dass die Implementierungsphase mit einer frühen Aktivierung im linken posterioren LFC assoziiert sei, die Aufrechterhaltungsphase dagegen mit einer späten Aktiverung im rechten anterioren LFC (Kalisch 2009).
Verwendet wurden ein antizipatorisches Angstparadigma und eine auf Distanzierung beruhende Reappraisalstrategie. Neben funktionellen Bildgebungsdaten wurden Hautleitfähigkeit und Angstratings ausgewertet. Insgesamt nahmen 24 Probanden an dem Versuch teil.
Bei der Auswertung zeigte sich eine frühe, durch Reappraisal hervorgerufene Anxiolyse, die im Verlauf aufrechterhalten, aber nicht weiter verstärkt wurde. Nachgewiesen wurde eine späte reappraisalspezifische Aktivierung im rechten anterioren LPFC, welche der Aufrechterhaltungsphase zugeordnet werden konnte. Gegen Ende des regulatorischen Zeitraums kam es zu einem Einbrechen des Reappraisalerfolgs, was sich durch mangelnde Anxiolyse und fehlende neuronale Aktivierung äußerte.
Durch den Nachweis der Zweiphasigkeit und der zeitlichen Ausdehnung der Reappraisalvorgänge konnte IMMO bestätigt werden. Die neuronalen Vorhersagen bewahrheiteten sich in Bezug auf die späte Aufrechterhaltungsphase. Der fehlende Nachweis der frühen, neuronalen Reappraisalaktivität konnte auf das Studiendesign zurückgeführt werden. Dadurch konnte die vorliegende Arbeit als Vorlage für eine weitere, leicht modifizierte Studie dienen, die inzwischen Kalischs neuronale Vorhersagen in ihrer Gesamtheit bestätigen konnte (Paret et al. 2011).
Zukünftig dürfte die Ausweitung von IMMO auf weitere emotionsregulatorische Strategien von Interesse sein und somit zum besseren Verständnis der neuronalen Dynamik der Emotionsregulation beitragen.

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