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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-63221
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2013/6322/


Alkoholintoxikierte Kinder und Jugendliche in der Akutversorgung. Merkmale der Inanspruchnahmepopulation in Abhängigkeit von der Dauer des teil-/ stationären Aufenthaltes.

Dippmann, Patrick Marcel

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Alkoholintoxikation , Jugendliche , Stationär , Aufenthalt , Kinder
Freie Schlagwörter (Englisch): Binge , Drinking
Basisklassifikation: 44.91
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Thomasius, Rainer (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 22.05.2013
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 14.08.2013
Kurzfassung auf Deutsch: Hintergrund: Im letzten Jahrzehnt stiegen bundesweit deutlich die Fallzahlen alkoholmissbrauchender Kinder, Jugendlicher und junger Erwachsener. Anhand der stationären Aufenthaltsdauer der auf Grund einer Alkoholintoxikation in Hamburger Krankenhäusern versorgten Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 20 Jahre soll die Verbreitung und das Ausmaß des exzessiven Alkoholkonsums, insbesondere dem sogenannten „Binge Drinking“, abgebildet werden.
Methoden: Im Rahmen eines Meldepostkartensystems wurden im Zeitraum von September 2007 bis Januar 2009 anonymisierte Daten aus 26 Hamburger Kliniken zur „Stationären Aufenthaltsdauer“ von N = 355 alkoholintoxikierten Patienten zwischen 11 und 20 Jahren in Hamburg erhoben. Die Daten beinhalten auch Intoxikationsumstände und elementare soziodemographische Merkmale. Diese werden auf Zusammenhänge zur „Stationären Aufenthaltsdauer“ untersucht. Die statistische Auswertung erfolgt über univariate Varianzanalysen (ANOVA) sowie Chi²-Tests.
Ergebnisse: Die Gesamtstichprobe verteilte sich annähernd gleichmäßig auf die Aufenthaltsdauer-Kategorien „1 bis 4 Stunden“, „5 bis 9,5 Stunden“ und „10 bis 25 Stunden“. Die jüngsten Patienten waren unabhängig vom Geschlecht am stärksten in der längsten Aufenthaltsdauer vertreten. Fast 90% der Betroffenen wurde nach eigenen Angaben zum ersten Mal stationär versorgt. Der Promillegehalt der männlichen Teilstichprobe lag deutlich über den Werten der weiblichen, wobei über die gesamte Stichprobe hinweg am häufigsten Werte über 2‰ registriert wurden. Der Einfluss der „Peers“ spielte die größte Rolle beim exzessiven Alkoholkonsum und wurde geschlechtsunabhängig als häufigster angeführt. Insgesamt zeigte sich zudem, dass der Großteil der Patienten unabhängig von der stationären Aufenthaltsdauer mit dem Rettungswagen eingeliefert wurde.
Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse dieser Dissertation unterstreichen den Bedarf an verstärkt durchgeführten Präventionsmaßnahmen, um junge Menschen von Alkoholmissbrauch und „Binge Drinking“ abzuhalten. Außerdem legen sie stringentere Vorgaben in der Diagnose-Verschlüsselung nahe, da Daten der Krankenhausdiagnosestatistik und Beobachtungsfälle der Studie im Untersuchungszeitraum differierten.

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