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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-63276
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2013/6327/


Aortenrupturen bei den rechtsmedizinischen Sektionen in Hamburg 2003 bis 2011 unter besonderer Berücksichtigung postmortaler CT-Untersuchungen

Paul, Remko

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Aortenruptur , Rechtsmedizin , postmortale CT-Untersuchung , Hamburg
Basisklassifikation: 44.72
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Püschel, Klaus (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 05.08.2013
Erstellungsjahr: 2013
Publikationsdatum: 12.08.2013
Kurzfassung auf Deutsch: Aortenrupturen gehören in der Gruppe der kardiovaskulären Erkrankungen mit zu den häufigsten akutlebensbedrohlichen Notfällen. Trotzdem gelingt ihr Nachweis häufig erst postmortal im Rahmen einer aufgrund der unklaren Todesursache oder des unerwarteten Versterbens durchgeführten rechtsmedizinischen oder klinisch-pathologischen Untersuchung. In Deutschland beobachtet man allerdings in den letzten Jahr(zehnt)en einen negativen Trend, was die Zahl der durchgeführten Obduktionen angeht. Die in letzter Zeit aufkeimende Diskussion über die Notwendigkeit des sogenannten Präparierkurses im Rahmen der ärztlichen Ausbildung [Ochs M, 2012] unterstreicht diese Entwicklung, die letztlich mit negativen Konsequenzen sowohl für die klinische Therapiekontrolle als auch für Forschung und Lehre behaftet ist. Auch unter diesen Gesichtspunkten wird im rechtsmedizinischen Institut in Hamburg seit einigen Jahren eine postmortale, in der Regel präsektionale CT-Untersuchung durchgeführt.
In dieser Arbeit konnte gezeigt werden, dass auch im besonderen rechtsmedizinischem Sektionsgut im Vergleich zu der aus der Literatur bekannten Normalverteilung in der Bevölkerung der Anteil des männlichen Geschlechts und ein höheres Lebensalter bei Erleiden einer Aortenruptur überwiegt. Es hat sich allerdings gezeigt, dass sich durch verbesserte Verfügbarkeit apparativer Diagnostik und Sensibilisierung der Ärzte im letzten Jahrzehnt eine Veränderung in der Häufigkeit der zu erwartenden Todesursache in der rechtsmedizinischen Untersuchung in Hamburg bei Aortenrupturen ergeben hat. Der Anteil der prämortal deutlich schwieriger zu diagnostizierenden thorakalen Rupturen und der (thorakalen) Aortendissektionen und deren wichtigster Komplikation, der Herzbeutelt-amponade, hat deutlich zugenommen. Als wichtigste und häufigste Ätio-logie konnte die Atherosklerose und der Hypertonus identifiziert werden.
Für die Rechtsmedizin von besonderem Interesse ist das plötzliche und unerwartete Versterben vor allem jüngerer Menschen. Der Anteil dieser Gruppe am Obduktionsgut hat im Vergleich zu den Vorjahren sogar noch zugenommen. Als ursächlich sind hier die Mediadegeneration und ihre prädisponierende Faktoren, einschließlich derer genetischer Natur, zu nennen. Der rechtsmedizinischen Arbeit kommt hier die besondere Aufgabe zu, diese pathologischen Veränderungen postmortal aufzudecken und den Verwandten eine entsprechende Beratung im Institut für Humangenetik sowie in der entsprechenden Spezialambulanz des „Universitären Herzzentrum Hamburg“ anzubieten. Absolut notwendig erscheint in diesem Zusammenhang die routinemäßige histologische Aufarbeitung der makroskopisch festgestellten pathologischen Veränderungen der Aorten-wand bei an Aortenruptur verstorbenen jungen Menschen.
Im Rahmen der durchgeführten CT-Untersuchungen der Verstorbenen kann mit hinreichender Sicherheit die zum Tode führende Pathologie richtig diagnostiziert werden. Für die jeweils zugrundeliegende Aortenerkrankung gelang dies bei den nativ durchgeführten Untersuchungen nicht in der zu wünschenden Häufigkeit. Zukünftige Studien über die Nutzung von Luft als Kontrastmittel im Rahmen computertomographischer Untersuchungen bzw. über postmortale angiographische Untersuchungen mit Kontrastmitteln bei Verstorbenen wären daher notwendig

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