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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-63410
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2013/6341/


Die suprachorioidale Medikamentenapplikation als Therapieoption bei exsudativen Makulaerkrankungen

Augustin, Constanze Maria-Anna

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SWD-Schlagwörter: Macula , Senile Makuladegeneration , Retinopathia diabetica
Freie Schlagwörter (Deutsch): Zentralvenenverschluss, suprachorioidale Injektion, chorioidale Neovaskularisationen, Makulaödem
Basisklassifikation: 44.95
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Richard, Gisbert (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 29.05.2013
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 30.08.2013
Kurzfassung auf Deutsch: Thema der Arbeit war die Untersuchung der suprachorioidalen Medikamenapplikation mit Hilfe eines Mikrokatheters bei Patienten mit schweren exsudativen Makulaerkrankungen. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wurden 31 Patienten ausgewählt, wobei 21 an einer altersbedingten Makuladegeneration mit chorioidalen Neovaskularisationen und Makulaödem, sechs an Diabetischer Retinopathie mit diabetischem Makulaödem und vier an einem Zentralvenenverschluss ebenfalls mit Makulaödem erkrankt waren. Die Krankheitsverläufe aller Probanden waren sehr schwer, sodass die konventionelle leitlinientreue Therapie keine Erfolge zeigte.
Im Zuge einer kleinen Operation injizierte man den Patienten mit Hilfe eines Mikrokatheters in den Suprachorioidalraum unterhalb der Makula ein Medikamentendepot bestehend aus einem VEGF-Hemmer und einem Glukokortikoid und beobachtete sie über einen Zeitraum von 6 Monaten. Bei den AMD-Patienten führte man nach einem, drei und sechs Monaten,
bei den Patienten mit Diabetischer Makulopathie und Zentralvenenverschluss nach einem und nach sechs Monaten eine postoperative Kontrolle mit Visuskontrolle, Fundusuntersuchung, optischer Kohärenztomographie, Angiographie und Augendruckmessung durch. Hierbei legte man besonderen Wert auf Schwankungen der Sehschärfe sowie Veränderung der Retinadicke und des Makulavolumens. Bei den Patienten mit altersbedingter Makuladegeneration zeigte sich durch den Einsatz des suprachorioidalen Katheters keine wesentliche Verbesserung des Krankheitsbildes. Es konnte jedoch in der sechsmonatigen Beobachtungsphase ebenso wenig ein Fortschreiten der Krankheit, im Sinne von Bildung neuer chorioidaler Neovaskularisationen, größerer Visusverluste oder anderer Komplikationen, festgestellt werden, was beim Schwereausmaß
der Krankheitsbildung als Gewinn angesehen werden kann. Die Patienten mit diabetischer Retinopathie und Zentralvenenverschluss konnten im Studienverlauf einen deutlichen Rückgang des Makulaödems, eine teils drastische Reduktion der Retinadicke und zeitweise sogar leichte Visussteigerungen verzeichnen. Der Katheter stellte sich zur Penetration des Suprachorioidalraums und Medikamentenapplikation als sichere Option dar. Komplikation, wie größere Blutungen, Infektionen, Augeninnendrucksteigerungen,
Kataraktbildung, wurden bei der Benutzung des Mikrokatheters nicht registriert. Die suprachorioidale Medikamentenapplikation scheint bei exsudativen Makulaerkrankungen, vor allem bei der Diabetischen Retinopathie und dem Zentralvenenverschluss, mit schweren Verläufen wahrscheinlich durch den direkten Medikamentenkontakt mit der Chorioidea und die Depotwirkung im Suprachoroidalraum eine mögliche Alternative zur Therapie oder zumindest Krankheitsstabilisierung darstellen. In folgenden größer angelegten Studien soll genauer evaluiert werden, welchem Patientengut der Kathetereinsatz den größten Nutzen bringt.

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