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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-63445
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2013/6344/


Reelin in Gonaden von Ratten und Mäusen : Nachweis und Wirkung auf die Aromatase-Aktivität

Kruse, Claas

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SWD-Schlagwörter: Reelin , Aromatase , Östrogene , Zentralnervensystem , Gonade
Basisklassifikation: 44.34
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Pröls, Felicitas (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 06.08.2013
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 19.08.2013
Kurzfassung auf Deutsch: Das Glykoprotein Reelin und das von der Aromatase gebildete Hormon Östrogen sind bekannte Neuromodulatoren des ZNS. Reelin ist vor allem dafür bekannt, die neuronale Migration in der Embryogenese durch die Vermittlung von Stoppsignalen entscheidend zu steuern. Aber auch im adulten Säuger beeinflusst es die neuronale Plastizität. Hier gibt es eine auffällige Überschneidung mit den beschriebenen Wirkungen des Sexualhormons Östrogen auf neuronale Strukturen. Die Identifizierung des Östrogens als Neuromodulator und der Nachweis, dass das Hormon lokal im ZNS durch Aromatase gebildet wird, sind wegweisende Forschungserkenntnisse der letzten Jahre. Zugrundeliegende physiologische Steuerungsmechanismen der Östrogenbildung sind aber weitestgehend noch unbekannt. Aufgrund der funktionellen Ähnlichkeit der Effekte beider Substanzen stellt sich die Frage, ob Reelin ein entscheidender Faktor bei der Regulation der Aromatase und damit der Östrogenwirkung sein könnte. Über das zentrale Nervensystem hinaus lässt sich diese Fragestellung interessanterweise auch auf die gonadale Ebene transferieren: Mausmutanten, die genetisch bedingt vermindert Reelin bilden (sog. Reeler-Mäuse), zeigen Fertilitätsstörungen. Ein entscheidender Regulator der hormonellen Steuerkreise in den Gonaden ist wiederum das Östrogen. Anhand dieser Arbeit sollte geklärt werden, ob es in den Gonaden möglicherweise eine Interaktion von Reelin und Aromatase gibt und ob ein Fehlen dieser Wechselwirkung als Erklärungsmodell für die Fertiliätsstörung der Reeler-Mäuse dienen könnte.
Als essentielle Grundlage für weitere Untersuchungen konnte in dieser Arbeit der Nachweis von Reelin in den Gonaden von Wildtyp Mäusen und Ratten auf Protein- und auf mRNA-Ebene erbracht werden. Die nachgewiesene Reelin-Proteinmenge und Höhe der mRNA-Expression zeigten organspezifische Muster mit höchsten Mengen im Ovar, geringeren im Nebenhoden und geringsten Mengen im Hoden. In Zellkulturversuchen wurde die Auswirkung von Reelin auf die Aromataseaktivität östrogenproduzierender Zellen anhand von Aromataseassays untersucht, wobei kein signifikanter Unterschied zu den Kontrollzellen festgestellt werden konnte. Um den Einfluss von Reelin auf die Aromatasetranskription untersuchen zu können, wurden in einem molekularbiologischen Verfahren zwei Konstrukte kloniert, in welche die organspezifischen Aromatasepromotoren aus dem Gehirn und Ovar eingebracht werden konnten.

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