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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-63747
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2013/6374/


Nicht invasive Quantifizierung der exokrinen Pankreasfunktion mittels Atemtest mit ¹³C-markierten gemischten Triglyzeriden : Experimentelle und klinische Evaluation

Wolfram, Kristina Ursula

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Freie Schlagwörter (Deutsch): exokrine Pankreasinsuffizienz , Atemtest mit 13C-markierten gemischten Triglyzeriden , Bauchspeicheldrüse , Funktionstest
Basisklassifikation: 44.61 , 44.51
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Keller, Jutta (PD Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 03.09.2013
Erstellungsjahr: 2013
Publikationsdatum: 13.11.2013
Kurzfassung auf Deutsch: Hintergrund und Ziele: Bislang verfügbare nicht invasive Pankreasfunktionstests ein-schließlich 13C-Atemtests erfassen eine schwere exokrine Pankreasinsuffizienz (PEI) mit hoher Sensitivität, nicht aber leichtere Formen. Vorstudien an Patienten mit Diabetes mellitus lassen erwarten, dass ein modifizierter 13C-Atemtest mit gemischten Triglyce-riden (13C-TGAT) eine bessere Aussagekraft hat und klinisch einsetzbar ist. Ziel der Studie war deshalb zum einen die Validierung des 13C-TGAT im Vergleich zum Sekretin-test (ST, Referenz) bei Patienten mit Pankreasaffektion. Zudem sollte die Anwendbarkeit des Verfahrens an einem großen Patientenkollektiv geprüft und der Test für die klinische Anwendung optimiert werden. Methodik: Bei 9 Patienten mit Pankreasaffektion wurde ein ST mit Messung der duodenalen Pankreasenzymflussraten, ein 13C-TGAT und ein 13C-Oktansäure-Atemtest als Magenentleerungstest durchgeführt. Die Daten dieser Pa-tienten wurden mit denen von 10 Gesunden aus einer Vorstudie verglichen. Zusätzlich wurden die Daten von 200 Patienten retrospektiv evaluiert, bei denen der modifizierte 13C-TGAT klinisch zur Abklärung abdomineller Beschwerden durchgeführt wurde. Ergebnisse: Bei den experimentellen Untersuchungen korrelierten die Ergebnisse des 13C-TGAT signifikant mit den stimulierten Lipase- und Amylase-, nicht aber mit den Proteaseflussraten. Bei insgesamt sieben Probanden war die Lipaseausschüttung leicht bis moderat eingeschränkt. Im Vergleich zu Gesunden hatten die Patienten eine signifi-kant reduzierte kumulative 13C-Exhalation laut 13C-TAGT. Eine unter 27% der Dosis reduzierte kumulative 13C-Exhalation über 6 h (13C-kum-6h) hatte auch ohne Berück-sichtigung der Magenentleerung eine Sensitivität von 100% bei einer Spezifität von 92% für die Erfassung einer leichten bis moderaten PEI. Der 13C-TAGT ließ sich in dem zu-sätzlich untersuchten klinischen Patientenkollektiv über 6 h zuverlässig durchführen. Bei Berücksichtigung der 13C-kum-6h als Referenzwert ergab sich auch bereits für kürzere Testzeiten, nämlich nach 4 bzw. 5 h eine hohe Sensitivität (82% bzw. 95%) und Spezifiät (98% bzw. 91%). Nur wenige Patienten mit sehr leichter PEI laut 6stündigem Test hatten nach 4 h noch normale Werte. Schlussfolgerungen: Obwohl es sich um ein indirektes und nicht invasives Testverfahren handelt, hat der modifizierte 13C-TGAT mit Ermittlung der kumulativen 13C-Exhalation über 6 h eine hohe Sensitivität und Spezifität für die Erfassung einer leichten bis mäßigen exokrinen Pankreasinsuffizienz. Unter klinischen Bedingungen lässt sich der Test auf 4 h verkürzen. Nur Patienten mit sehr leichter PEI, laut 6stündigem Test, werden dann nicht sicher erfasst.

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