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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-64029
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2013/6402/


VEGF, HGF/SF, bFGF und PLGF in humanen Meningeomen und ihr Zusammenhang mit der Angioneogenese und Malignität

Lengler, Ulrike

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SWD-Schlagwörter: Meningeom , Angiogenese , Vascular endothelial Growth Factor , Hepatozyten-Wachstumsfaktor , Fibroblastenwachstumsfaktor , Hirntumor
Freie Schlagwörter (Deutsch): PLGF
Basisklassifikation: 44.65 , 44.81 , 44.35 , 44.47 , 44.90
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Lamszus, Katrin (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 03.09.2013
Erstellungsjahr: 2013
Publikationsdatum: 09.10.2013
Kurzfassung auf Deutsch: Meningeome sind Tumore der Hirnhäute, kommen in verschiedenen histologischen Vari-anten vor und werden entsprechend ihrem biologischen Verhalten in Meningeome WHO Grad I, atypische WHO Grad II und WHO Grad III Tumore eingeteilt. Therapeutisch werden Meningeome in erster Linie operativ angegangen. Optionale Versuche mit Chemotherapie und Bestrahlung zeigten nur unbefriedigende Resultate. Da eine komplette Tumorresektion oft nicht möglich ist, sind alternative Therapiekonzepte zwingend erforderlich. Dafür jedoch ist ein erweitertes Verständnis der Biologie dieser Tumore erforderlich.
Bei vielen Tumorentitäten wurden in letzter Zeit wesentliche Fortschritte im Verständnis der Angiogenese erreicht. Unmittelbar aus diesen Erkenntnissen wurden therapeutische Strategien abgeleitet, welche gegenwärtig klinisch geprüft werden. Auch Meningeome zeigen histologisch z.T. eine ausgeprägte Vaskularisierung und lassen somit erwarten, dass auch sie sensitiv auf Inhibitoren der Angioneogenese reagieren werden.
Zur grundsätzlichen Abklärung dieser Hypothese wurden 69 Meningeome (40 MI, 21 MII und 8 MIII) hinsichtlich der Expression der Angiogenesefaktoren VEGF, PLGF, HGF/SF und bFGF mittels ELISA untersucht, histologisch die Dichte kleiner Gefäße und die Proliferati-onsaktivität der Tumorzellen bestimmt und klinisch der Grad der Tumorinfiltration beurteilt. Zudem wurden in den Tumorextrakten die endotheliale Chemotaxis und die Bildung von Ka-pillar-Äquivalenten in-vitro untersucht.
Es wurde eine Korrelation zwischen WHO Grad und VEGF Konzentration sowie zwischen den histologischen Subvarianten „fibrillär“, „transitional“ und „meningotheliomatös“ des WHO Grad I und der VEGF Konzentration beobachtet. Allerdings fand sich keine Verbindung zwischen der VEGF Konzentration und dem Ausmaß der Vaskularisierung und keine Verbin-dung zwischen dem Malignitätsgrad und der Vaskularisierung. PLGF, HGF/SF und bFGF hingegen zeigten keine Assoziationen mit den untersuchten Parametern. Die Extrakt-induzierte endotheliale Chemotaxis und die Bildung von Kapillar-Äquivalenten wurde in-vitro am effektivsten durch Antikörper gegen bFGF, weniger durch Anti-VEGF Antikörper inhibiert. Anti-HGF/SF Antikörper zeigten keine Wirkung auf die beobachteten Parameter. Die chemotaktische Aktivität von Meningeom Extrakten korrelierte mit der Konzentration an VEGF.
Die Resultate zeigen, dass in Meningeomen die Angioneogenese nicht wesentlich über solche Mechanismen gesteuert wird, wie sie u.a. in Gliomen beschrieben wurden. Die gene-rierten Daten lassen zunächst nicht erwarten, dass Meningeome sonderlich responsibel auf eine anti-angioneogenetische Therapie sind. Allerdings können eventuell Schlüsse hinsichtlich des Ausgangskompartment der verschiedenen Subvarianten des Meningeoms WHO Grad I von den hier präsentierten Daten abgeleitet werden.

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