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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-64042
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2013/6404/


CT- gesteuerte Drainage von liquiden Prozessen im Thorax : Ergebnisse von 114 Interventionen bei 82 konsekutiven Patienten.

Aschenberg, Lukas

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Basisklassifikation: 44.64
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Gross-Fengels, Walter (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 03.09.2013
Erstellungsjahr: 2013
Publikationsdatum: 11.11.2013
Kurzfassung auf Deutsch: Diese retrospektive Studie befasste sich mit Patienten, bei denen im Zeitraum von 1998 bis 2009 in der Abteilung für Diagnostische und Interventionelle Radiologie in der Asklpios Klinik Harburg eine Thoraxdrainage CT- gesteuert eingebracht worden war. Das Patientenkollektiv bestand aus 60 Männern (73,2%) und 22 Frauen (26,8%) im Alter zwischen 16 und 93 Jahren bei einem durchschnittsalter von 61,4 Jahren. Ausgewertet wurden somit die Daten von 82 Patienten mit insgesamt 114 CT- gesteuerten Drainageeinlagen bei verschiedenen liquiden Prozessqualitäten der Pleura. 77,2% der Flüssigkeitsansammlungen waren Pleuraempyeme, 14,0% Pleuraergüssen, 7,0% Seropneumothoraces und einmal (0,8%) war ein Hämatothorax verteten. 64,9% der Befunde fanden sich rechtsthorakal, 35,1% linksthorakal. Die am häufigsten verwendete Kathetergröße lag mit 40,4% bei 8 French. Die Kathetersystemeinlage erfolgte in 72,8% der Fälle in Trokar-, in 27,2% in Seldinger- Technik. Einen Unterschied in der Komplikationsrate der einzelnen Techniken konnte nicht festgestellt
werden. 88,6% der Interventionen verliefen komplikationslos. Von den n= 13 Komplikationen (11,4%) war mit 76,9% der Pneumothorax am häufigsten vertreten, jedoch bedurften 69,2% der dokumentierten Komplikationen keiner weiterführenden Therapie. 94,7% der durchgeführten Drainageeinlagen waren technisch erfolgreich und somit zielgenau eingebracht. Die durschnittliche intrathorakale Katheterverweildauer lag bei 13,1 Tagen. In 22,2% der Fälle musste
postinterventionell ein Drainagewechsel erfolgen. Mit 83,3% war der Hauptgrund die akzidentielle Dislokation. 15,9% der Patienten musste im Verlauf chirurgisch weiterbehandelt und operativ saniert werden. In 70,7% der Fälle war dies nicht notwendig und es konnte ein direkter
Therapieerfolg durch die CT- gesteuert eingebrachte Drainage verzeichnet werden. 8 Patienten verstarben im Verlauf des stationären Aufenthalts. Bei keinem konnte die Ursache auf die Drainageeinlage oder daraus folgenden Komplikationen zurückgeführt werden. Auch ist in keinem Fall eine direkte Assoziation zwischen dem durch die Drainage ursprünglich zu behandelnden pleuralen Prozess und der Todesursache nachweisbar.Die CT- gesteuerte horaxdrainageneinlage ist eine vergleichsweise einfach durchzuführende, komplikationsarme und effektive Metode zur Therapie von liquiden Pleuraprozessen. Das Verfahren konnte zwischenzeitlich in der klinischen Routineversorgung integriert werden und ist fester Bestandteil des Therapiespektrums von liquiden Pleuraprozessen.

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