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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-64442
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2013/6444/


Einfluss von Angst auf die Fähigkeit zur Verhaltensinhibition bei alkoholabhängigen Patienten

Karamatskos, Evangelos

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SWD-Schlagwörter: Alkoholismus , Funktionelle NMR-Tomographie , Elektroencephalographie , Angst
Freie Schlagwörter (Deutsch): Verhaltensinhibition , Go/NoGo-Paradigma , simultane Messung
Basisklassifikation: 44.91
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Mulert, Christoph (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 30.08.2013
Erstellungsjahr: 2013
Publikationsdatum: 14.11.2013
Kurzfassung auf Deutsch: Die Alkoholabhängigkeit ist mit einer Reihe von kognitiven Dysfunktionen assoziiert, die auch bei abstinenten Patienten bestehen. Patienten mit einer Alkoholabhängigkeit stellen jedoch keine homogene Gruppe dar und zeigen oft komorbide affektive Symptome zeigen, wie z.B. eine Angstsymptomatik. Ziel dieser Arbeit war es die neurophysiologischen Korrelate der Inhibition von Reaktionen bei Patienten mit einer Alkoholabhängigkeit und gesunden Probanden zu untersuchen und den Einfluss einer Angstsymptomatik auf neurophysiologische Prozesse zu bestimmen. Es wurden simultan EEG und fMRT – Daten erhoben, um hohe zeitliche und räumliche Auflösung der neurophysiologischen Aktivität zu erreichen, während die Versuchspersonen an einem auditorischen Go/NoGo–Paradigma teilnahmen. Gleichzeitig wurde Psychopathologie und Persönlichkeitsvariablen erfasst. Die alkoholabhängigen Patienten wiesen insgesamt höhere Angstwerte auf. Um den Einfluss der Angst zu untersuchen, wurden die Patienten in zwei Subgruppen unterteilt (8 Patienten mit hoher und 8 Patienten mit niedriger habitueller Angst). Durchschnittliche Reaktionszeit und Fehleranzahl unterschied sich nicht signifikant zwischen Patienten und Probanden. Die Patienten mit hoher habitueller Angst zeigten schnellere Reaktionen
im Vergleich zu den Patienten mit niedriger habitueller Angst. Die Analyse der EEG - und fMRT - Daten von alkoholabhängigen Patienten und Probanden ergab keine signifikante Unterschiede während der Verhaltensinhibition, hingegen war die P300 - Amplitude bei Patienten mit hoher habitueller Angst in zentralen und frontozentralen Hirnregionen stärker ausgeprägt und es zeigten sich gesteigerte BOLD-Aktivierungen überwiegend in frontalen Hirnregionen (Gyrus frontalis medius, linker und rechter Gyrus frontalis
superior, rechter Gyrus frontalis inferio, rechter und linker Gyrus temporalis medius, Lobus parietalis inferior, Precuneus, posteriores Cingulum, linker Thalamus) im Vergleich zu Patienten mit niedriger habitueller Angst. Geringere BOLD-Aktivierungen waren im rechten superioren Frontallappens, im linken und rechten Parietallappens und linken Gyrus praecentralis festzustellen. Es zeigte sich insgesamt ein Zusammenhang zwischen evozierten Potentialen und BOLD – Reaktionen bei der Fz-, FCz- und Cz-
Ableitung. Hiermit konnte gezeigt werden, dass eine komorbide Angstsymptomatik bei Patienten mit einer Alkoholabhängigkeit die Fähigkeit zur Verhaltensinhibition und neurobiologische und neurophysiologische Abnormitäten signifikant beeinflussen kann.

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