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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-64830
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2013/6483/


Pilotstudie zum Einsatz von Akzelerometrie mittels actibelt© zum Mobilitätsmonitoring bei Patienten mit Multipler Sklerose

Götze, Nele

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Basisklassifikation: 44.90
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Heesen, Christoph (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 25.09.2013
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 21.11.2013
Kurzfassung auf Deutsch: Bisherige Messinstrumente zur Erfassung der Mobilität bei Multipler Sklerose sind unbefriedigend und bilden relevante Änderungen in einem klinischen Zustand unzureichend ab (Sharrack et al 1999). Als problematisch stellt sich nicht nur die dadurch erschwerte Verlaufsdokumentation dar, sondern ebenfalls die Überwachung von Therapiemaßnahmen. Studien zu bewegungstherapeutischen Maßnahmen konnten bis jetzt nur unzureichend den Erfolg von Rehamaßnahmen abbilden. Dies liegt unter anderem am Mangel geeigneter Messinstrumente zur Abbildung von körperlicher Aktivität und Einschränkung der Gehfunktion. In der Klinik besteht bei der Durchführung von Mobilitätstests eine weitere Problematik in der sehr variierenden Tagesform von MS-Patienten (Albrecht et al. 2001). Eine Akzelerometriemessung zur Erfassung der Mobilität und Aktivität in Schnelltests und Messungen über mehrere Tage, könnte möglicherweise ein deutlich besseres Bild geben.
Die vorliegende Arbeit untersucht die Messung körperlicher Aktivität mittels actibelt©, einem Akzelerometer, der Beschleunigung auf drei Ebenen detektiert. Ziel war es in einer Wochenmessung und in einer Reihe ausgewählter Schnelltests bei N=26 Patienten zu untersuchen, ob mit dieser Messmethode die Beeinträchtigung der Patienten mit unterschiedlichem EDSS abgebildet werden kann. Des Weiteren wurde im Rahmen einer longitudinalen Studie (N=20) untersucht, ob sich 7-Tagemessungen in einem kurzen Intervall reproduzieren lassen und ob eine Veränderung des Aktivitätsverhaltens von MS-Patienten allein durch den Besuch einer Informationsveranstaltung zum Thema ‘Bewegung und Sport bei MS‘ induziert werden kann.
In dieser Arbeit konnte gezeigt werden, dass die actibelt©-Daten in ausgewählten Tests signifikant mit dem EDSS als klinisches Instrument zur Bewertung der Beeinträchtigung korrelieren. Patienten mit höherem EDSS schnitten schlechter in den actibelt©-Messungen der Balancetests ab, als weniger beeinträchtigte Patienten. Die Unterscheidung unterschiedlicher Schweregrade der MS war in ausgewählten Tests gut möglich. Die Messung körperlicher Aktivität über 7 Tage zeigte sich nur deskriptiv verschieden in unterschiedlich beeinträchtigen Patientengruppen. Die Auswertungen der Wochenmessungen konnten eine hohe Test-Retestreliabilität der actibelt©-Messungen nachweisen und somit den actibelt© als ein verlässliches Messinstrument bestätigen. Eine Änderung des Aktivitätsverhaltens von MS-Patienten durch eine Schulungsintervention konnte in dieser Arbeit nicht beobachtet werden. Für zukünftige Studien zu bewegungstherapeutischen und rehabilitativen Maßnahmen für MS-Patienten sowie auch für die klinische Praxis birgt die Akzelerometrie als objektive Messmethode großes Potential. Jedoch sind weitere Untersuchungen zum Einsatz dieser Messmethode in Schnelltest und Alltagsmessungen nötig, um die erhobenen Befunde zu validieren.

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