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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-65342
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2013/6534/


Fettsäuremuster von Lipoproteinen beim Menschen vor und nach einer oralen Fettbelastung und die Abhängigkeit von der Insulinresistenz

Brauns, Christiane

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SWD-Schlagwörter: Fettsäuremuster , Lipoproteide , Insulinresistenz , Diabetes mellitus / Typ II
Basisklassifikation: 44.00 , 35.79 , 35.29 , 44.11
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Biowissenschaften, Biologie
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Heeren, Jörg (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 29.11.2013
Erstellungsjahr: 2013
Publikationsdatum: 17.12.2013
Kurzfassung auf Deutsch: In der vorliegenden Arbeit wurde das Plasma gesunder Probanden mit mindestens einem, an Typ II Diabetes erkrankten Elternteil untersucht und die FS Muster der Lipoproteine nüchtern und postprandial bestimmt. Daraus sollte das Potential von Lipoprotein-FS als metabolischen Biomarkern erkundet werden.
Es konnte gezeigt werden, dass die einzelnen Lipoproteinklassen charakteristische FS Muster aufweisen, welche mit der in der Literatur beschriebenen Lipidzusammensetzung der Lipoproteine und der Präferenz der Lipidklassen für bestimmte FS zu erklären sind: In VLDL waren die in Triglyzeriden angereicherten Ölsäure und Palmitinsäure mengenmäßig am stärksten vertreten, während in LDL die mit Cholesterinestern assoziierte Linolsäure besonders häufig war. In HDL hingegen kamen ein relativ hoher Anteil von den in Phospholipiden angereicherten Arachidonsäure und Stearinsäure vor. Daneben wurden Linolsäure und Palmitinsäure als hauptsächlich vorkommende FS gemessen. Charakteristisch für VLDL war des Weiteren ein hoher Anteil an den ebenfalls Triglyzerid-angereicherten Palmitölsäure und Vaccensäure. Die postprandiale Veränderung der Lipoprotein-Fettsäuremuster wurde zu zwei Zeitpunkten nach der Einnahme eines definierten Fettfrühstücks betrachtet. Während sich in der VLDL-Fraktion signifikante Anstiege nahezu aller FS 2h und 4h nach Fettgabe nachweisen ließen, gab es in der LDL- und HDL-Fraktion nur einen leichten Anstieg der Myristin- und Myristölsäure, welche im Fettfrühstück besonders viel enthalten waren. In der Alb-Fraktion wurde lediglich ein signifikanter Abfall der Palmitölsäure nach 4h beobachtet. In einer Korrelationsanalyse wurde festgestellt, dass LDL-FS insgesamt stärker mit HOMA-IR assoziiert sind als die Gesamtplasma-FS beziehungsweise die FS in den anderen Lipoproteinklassen.
Die charakteristischen Fettsäuremuster bestätigen, dass die Lipoproteinklassen klar abgegrenzte Kompartimente sind, die stark durch die Lipidzusammensetzung definiert sind. Da die Partikelgröße die Lipidzusammensetzung beeinflusst, könnten FS Muster oder Lipid-speziesmuster der Lipoproteine als Ausgangspunkt zur Entwicklung von Biomarkern für pathologische Lipoproteinunterklassen, wie SD-LDL oder HDL3, genutzt werden. Nahrungs-FS sind postprandial in allen Lipoproteinklassen nachweisbar. Weitere Studien sollten erkunden, in welchen Lipidklassen bestimmte Nahrungs-FS postprandial erscheinen und welche Aussagen die Dynamik dieses Prozesses über das metablische Risiko erlaubt.

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