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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-65502
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2014/6550/


Geopolitics and the Measurement of National Power

Geopolitik und die Messung nationalstaatlicher Macht

Höhn, Karl Hermann

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SWD-Schlagwörter: Geopolitik , Machtindex , Militärische Macht , Statistik , Wirtschaftsmacht
Basisklassifikation: 89.94
Institut: Sozialwissenschaften
DDC-Sachgruppe: Politik
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Nolte, Detlef (Prof. Dr.)
Sprache: Englisch
Tag der mündlichen Prüfung: 16.01.2013
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum: 30.01.2014
Kurzfassung auf Englisch: This dissertation presents and compares all known formulas for the calculation of the power of nation states. The presentation is encyclopedic in character, and the comparison involves analyzing the indicators used, as well as the theoretical and conceptual considerations underlying their selection and weighting. The results of calculations based on the power formulas are provided, offering a topical insight into the global distribution of power. This work makes a distinction between theoretical power formulas and operational power formulas, concerning itself primarily with the latter, which are formulas for the purpose of calculation. The power formulas under discussion consist of several variables, whose number varies from two to 236. Since the advent of the internet the average number of variables used has more than doubled from 13 to 28. Power measurements based on single indicators are considered only briefly and to a lesser extent.

This dissertation first explains the scientific and historical roots of power formulas. This explanation starts in German geopolitics, continues through American geopolitics, and touches upon geoeconomic approaches. Then power concepts and definitions in different schools of international relations are discussed. A connection is made to the power formulas described later, along with an examination of the problems that arise in trying to operationalize (make measurable) the theoretical propositions underlying power formulas. It is followed by a critical assessment of the concepts of psychological power as well as soft power. The subsequent power indexes are derived from the long tradition of statistics as a \\\"state science\\\" [Staatswissenschaft] with direct relevance to the objective of later power formulas, namely, the evaluation of the strengths and weaknesses of states in comparison with other states.

The first power formula here comes from 1741, the others all appeared in the period 1936 to 2010. A total of 69 operational power formulas are recorded and explained. These include Japanese and Chinese power formulas as well as the Indian designed National Security Index (NSI). In the second last chapter, the biographies of the designers of the power formulas (age, nationality, professional background) are compared, as well as the variables and weighting schemes. Most power formulas have been designed by Americans (37%), followed by Chinese (16%) and Germans (7%). A distinction is made between arbitrary and nonarbitrary weighting schemes. Whereas 73% of the operational power formulas use arbitrary weighting schemes, 17% derive the weights of variables exclusively via mathematical or statistical procedures, and 10% determine the weights of the variables with the assistance of perception surveys.
Kurzfassung auf Deutsch: Bei der Dissertation handelt es sich um ein enzyklopädisches Werk. Ziel der Arbeit ist es, alle bekannten Formeln zur Berechnung der globalen Machtverteilung zu erfassen und sie im Hinblick auf die verwendeten Indikatoren sowie die hinter der Auswahl und der Gewichtung der Indikatoren stehenden theoretisch konzeptionellen Überlegungen zu vergleichen. Außerdem sind die Ergebnisse der auf den Machtformeln basierenden Berechnungen wiedergegeben. Es wird zwischen theoretischen Machtformeln und operationalen Machtformeln unterschieden. Mit operationalen Machtformeln können Berechnungen angestellt werden, und diese Arbeit befasst sich in erster Linie mit diesen Formeln. Die behandelten Machtformeln setzten sich aus mehreren Variablen zusammen. Die Zahl der Variablen variiert zwischen 2 und 236. In der Zeit vor dem Aufkommen des Internets lag die durchschnittliche Zahl der Variablen bei 13, danach bei 28. Machtmessungen, die nur auf einem einzigen Indikator basieren, werden nur kurz und im geringeren Umfang berücksichtigt.

Die Dissertation ist wie folgt aufgebaut: Zunächst werden die historischen und wissenschaftsgeschichtlichen Wurzeln von Machtformeln herausgearbeitet, beginnend mit der deutschen Geopolitik, über amerikanische Vertreter der Geopolitik und Ansätze der Geoökonomie. Danach werden Machtkonzeptionen und definitionen in unterschiedlichen Schulen der internationalen Beziehungen behandelt. Ein Bezug zu den später behandelten Machtformeln wird hergestellt und auf Probleme die theoretischen Überlegungen mittels Machtformeln zu operationalisieren bzw. messbar zu machen wird verwiesen. Dem folgt eine Auseinandersetzung mit den Konzepten der seelischen Kraft und Ausdauer sowie der „weichen Macht“ [soft power]. Die späteren Machtindizes werden aus einer langen Tradition der Statistik als Staatswissenschaft hergeleitet mit direktem Bezug zur Zielsetzung späterer Machtformeln: der Herausarbeitung von Stärken und Schwächen von Staaten im Vergleich mit anderen Staaten.

Die erste behandelte Machtformel stammt aus dem Jahr 1741, die nachfolgenden Machtformeln entfallen alle auf die Zeit 1936 bis 2010. Insgesamt werden 69 Machtformeln erfasst und erläutert. Japanische und chinesische Machtformeln und der in Indien entworfene Nationale Sicherheitsindex (NSI) sind darin mit einbezogen. Im vorletzten Kapitel werden die Biographien der Erfinder der Machtformeln (Alter, Nationalität, beruflicher Hintergrund) verglichen, sowie die Variablen und Gewichtungsverfahren. Die meisten Machtformeln wurden von Amerikanern entworfen (37%), gefolgt von Chinesen (16%) und Deutschen (7%). Es wird zwischen willkürlichen und nicht willkürlichen Gewichtungsverfahren unterschieden. 73% der operationalen Machtformeln verwenden willkürliche Gewichtungsverfahren. 17% der Machtformeln leiten die Gewichtung der Variablen ausschließlich aus mathematischen und statistischen Verfahren ab. 10% der Machtformeln kommen zu einer Gewichtung der Variablen mit Zuhilfenahme von Umfrageergebnissen zur Wahrnehmung.

Zugriffsstatistik

keine Statistikdaten vorhanden
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