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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-65609
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2014/6560/


Lokalisation und Verletzungsmuster von Wirbelsäulenfrakturen nach Reitunfällen

Stohrer, Helen Sophie

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Reitsport , Wirbelsäule , Wirbelsäulenverletzung , Fraktur
Basisklassifikation: 44.72
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Püschel, Klaus (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 12.12.2013
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 16.01.2014
Kurzfassung auf Deutsch: Beim Reitsport handelt es sich um eine vielseitige, sehr beliebte und weit verbreitete Form der Freizeitbeschäftigung. Doch sollte die Gefahr, die diese Sportart aufgrund der hohen kinetischen Krafteinwirkung mit sich bringt und damit das Risiko, bei einem Unfall schwere Verletzungen im Kopf- und Wirbelsäulenbereich zu erleiden, nicht unterschätzt werden.
Zwischen Januar 2000 und Dezember 2009 wurden bei 45 Patienten insgesamt 47 reitunfallbedingte Wirbelsäulenfrakturen diagnostiziert, die gemäß gängiger Klassifikationsschemata eingeordnet wurden. Alle Patienten wurden aufgrund ihrer Verletzung in der Asklepios Klinik St. Georg (Hamburg) operativ therapiert.
40 Patienten (88,9%) waren weiblichen Geschlechts und fünf Patienten (11,1%) männlich. Das Durchschnittsalter zum Unfallzeitpunkt lag bei 38 Jahren.
16 Reiter (35,6%) trugen bei dem Unfall definitiv Schutzkleidung. Vier (8,9%) der 45 Patienten trugen weder einen Reithelm noch eine Sicherheitsweste, und in den 25 übrigen Fällen blieb die Frage nach Schutzkleidung ungeklärt.
Die Wirbelsäule ist häufig der Ort schwerer Verletzungen nach Reitunfällen. In den meisten Fällen fallen die Reiter nach dem Sturz auf das Gesäß. Dabei wirken axiale Kräfte auf den Steißbereich, die eine Stauchung des lumbalen Wirbelsäulenabschnitts nach sich ziehen und in diesen Bereichen zu einer Fraktur zwischen BWK 11 und LWK 2 führen. Über 80% der Frakturen waren in diesem genannten Bereich lokalisiert. Nach AO-Klassifikation wurden 40 Frakturen (85,1%) als Typ A klassifiziert, vier (8,5%) als Typ B und eine Fraktur (2,1%) als Typ C. Eine Fraktur wurde als Jefferson-Fraktur Typ III klassifiziert, eine weitere Fraktur als Anderson-Fraktur Typ II eingeordnet. Demzufolge zählen Kompressionsfrakturen des thorakolumbalen Bereichs zu den häufigsten Verletzungsmustern bei reitunfallbedingten Wirbelsäulenverletzungen.
Derzeitige Sicherheitswesten sorgen für noch keinen ausreichenden Schutz gegenüber diesem genannten Verletzungstyp der Kompressionsfrakturen. Dies verdeutlicht die Notwendigkeit der Entwicklung wirksamerer Protektoren, die in der Lage sind, künftig sowohl die Häufigkeit als auch die Schwere der Wirbelsäulenverletzungen nach Reitunfällen mit größerem Erfolg zu reduzieren.

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