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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-65706
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2014/6570/


Der Körper als Übersetzer und Sprachrohr der Psyche? : Emotionale und interpersonale Aspekte von Patienten mit somatoformen Störungen sowie Zusammenhänge mit körperlichen Beschwerden und gesundheitsbezogener Lebensqualität

Weinmann, Nina

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SWD-Schlagwörter: Somatisierung , Lebensqualität , Psychosomatik
Freie Schlagwörter (Deutsch): Interpersonal , Emotionsregulation , gesundheitsbezogene Lebensqualität , somatoforme Störungen
Freie Schlagwörter (Englisch): somatoform disorders , interpersonal , emotion regulation
Basisklassifikation: 44.99
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Löwe, Bernd (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 18.12.2013
Erstellungsjahr: 2013
Publikationsdatum: 23.01.2014
Kurzfassung auf Deutsch: Einleitung: Die Effektstärke einer kognitiv-verhaltenstherapeutischen Therapie liegt bei Patienten mit einer somatoformen Störung bislang im mittleren Therapiewirksamkeitsbereich, so dass es gilt, weitere Ansatzpunkte in der Behandlung zu identifizieren. Die vorliegende Untersuchung fokussierte sich auf spezifische Patientencharakteristika dieser Störungsgruppe im emotionalen und interpersonalen Bereich.
Methode: Es wurden Patienten mit der komorbiden Diagnose einer somatoformen Störung (n= 270) mit Patienten ohne somatoforme Störung (n= 182) bezüglich ihrer selbsteingeschätzten emotionalen Kompetenzen und interpersonaler Probleme verglichen. Zudem wurden bei den Patienten mit Vorliegen einer somatoformen Störung Zusammenhänge zur somatischen Symptomstärke und gesundheitsbezogenen Lebensqualität hergestellt.
Ergebnisse: Die beiden Patientengruppen unterschieden sich nicht signifikant bezüglich selbsteingeschätzter interpersonaler Probleme, jedoch hoch signifikant im Bereich der Aufmerksamkeit hinsichtlich der eigenen Emotionen. Es zeigten sich zu Behandlungsbeginn Korrelationen zwischen emotionalen Kompetenzen und interpersonalen Problemen mit der Symptomschwere sowie der Lebensqualität im Bereich der psychischen Gesundheit. Verbesserungen im interpersonalen und emotionalen Bereich im Therapieverlauf waren mit Verbesserungen im Bereich der psychischen Lebensqualität und einer Verringerung der somatischen Symptomstärke verbunden.
Fazit: Entgegen verschiedener vorangegangener Forschungsergebnisse zeigte sich im Vergleich in der Gruppe der Patientin mit einer somatoformen Störung keine ausgeprägtere Affektüberregulation als in der Gruppe der Patienten ohne eine somatoforme Störung, in Kombination mit der signifikant reduzierten Aufmerksamkeit der Patienten mit einer somatoformen Störung auf emotionale Vorgänge bleibt jedoch unklar, ob eine Emotionssuppression von den Patienten möglicherweise auch gar nicht bemerkt würde. Es ließ sich zeigen, dass die Förderung emotionaler und interpersonaler Kompetenzen relevante Aspekte in der Behandlung somatoformer Störungen darstellen. Im Rahmen weiterer Forschungsprojekte scheint es wichtig, Aspekte zu identifizieren, die zu einer Steigerung der Lebensqualität im körperlichen Bereich führen, um diese in die Therapie zu integrieren.

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