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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-66641
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2014/6664/


Resistenzspektrum und Antibiotikatherapie bei odontogenen Infektionen : eine Metaanalyse

Höfkens, Sandra

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SWD-Schlagwörter: Zahnherd , Antibiotikum , Metaanalyse , Resistenz , Zahnmedizin , Bakterien , Mikrobiologie
Freie Schlagwörter (Deutsch): bakterielle Empfindlichkeit
Basisklassifikation: 44.96
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Platzer, Ursula (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 27.02.2014
Erstellungsjahr: 2013
Publikationsdatum: 19.03.2014
Kurzfassung auf Deutsch: Bei der Therapie odontogener Infektionen unterschiedlichster Schweregrade ist die Gabe von Antibiotika als adjuvante Therapiemaßnahme neben Inzision und Drainage oftmals unerlässlich.
Die zunehmende Resistenzlage der pathogenen Keime gegenüber den heute angewandten antimikrobiellen Chemotherapeutika erfordert einen gewissenhaften Umgang und Einsatz dieser Therapeutika. Die vorliegende Metaanalyse diente dazu, einen Überblick über die Resistenzsituation der wichtigsten Keime bei odontogenen Infektionen und ihre Entwicklung in den letzten 25 Jahren aufzuzeigen und zu ermitteln, welche Antibiotika mit hoher Wirksamkeit zur Anwendung kommen können.

Methode
Eine umfassende Literaturrecherche in den Datenbanken PubMed, Embase, Ovid Medline und eine darauffolgende Eingrenzung anhand vorab festgelegter Einschlusskriterien führte zu einer Auswertung von insgesamt 30 Studien. Bei der Untersuchung wurden gemäß den Empfehlungen der DGZMK die Antibiotikagruppen der Penicilline, Aminopenicilline, Aminopenicilline-Betalaktamaseinhibitoren, Lincosamide (Clindamycin), Cephalosporine I-III, Tetracycline, Makrolide, Fluorchinolone II-IV und Nitroimidazole evaluiert.
Eine Einschränkung in den untersuchten Erregerarten musste erfolgen, um aussagefähige Vergleiche zu bekommen. Somit wurden die aeroeben Streptococcus spp, Staphylococcus spp., Neisseria spp., die anaeroben Prevotella spp., Fusobacterium spp., Porphyromonas spp., Peptostreptococcus und Bacteroides spp. berücksichtigt und andere Keimarten zu „anderen Aerobiern“, „anderen fakultativen Anaerobiern“ beziehungsweise „anderen Anaerobiern“ zusammengefasst. Die Berechnung der gewichteten Mittelwerte erfolgte mit MS Office Excel 2007 und die graphische Darstellung mit dem Forest Plots Viewer (Durham, USA, Version 1.00, 2011).

Ergebnisse
Die Metaanalyse ergab, dass Penicillin G/V gegenüber Aerobiern und fakultativen Anaerobiern eine mittelwertige Empfindlichkeit von 72,9%, Aminopenicilline 89,0%, Aminopenicilline in Kombination mit Betalaktamasen 96,9%, Clindamycin 53,6%, Cephalosporinen der ersten Generation 88,1%, Cephalosporinen der zweiten Generation 86,2%, Cephalosporinen der dritten Generation 75,9%, Tetracyclinen 90,0%, Makroliden 51,5%, Fluorchinolonen der zweiten Generation 66,5%, Fluorchinolonen der dritten Generation 80,8%, Fluorchinolonen der vierten Generation 92,8% und Nitroimidazolen von 71,4% besitzen.
Penicillin G/V zeigt gegenüber Anaerobiern eine mittelwertige Empfindlichkeit von 89,0%. Hingegen weisen Aminopenicilline eine mittelwertige Empfindlichkeit von 92,4%, Aminopenicilline-Betalaktamasen von 96,7%, Clindamycin von 99,0%, Cephalosporine der ersten Generation von 80,6%, Cephalosporine der zweiten Generation von 97,2%, Cephalosporine der dritten Generation von 94,9%, Tetracycline von 75,7%, Makrolide von 91,1%, Fluorchinolone der zweiten Generation von 3,0%, Fluorchinolone der dritten Generation von 89,4%, Fluorchinolone der vierten Generation von 92,7% und Nitroimidazole von 89,0% auf.
In Bezug auf alle Keime ergab die Metaanalyse für Penicillin G/V eine mittelwertige Empfindlichkeit von 80,9%, für Aminopenicilline 90,7%, Aminopenicilline-Betalaktamasen 96,8%, Clindamycin 76,3%, für Cephalosporine der ersten Generation 84,3%, Cephalosporine der zweiten Generation 91,7%, Cephalosporine der dritten Generation 85,4%, für Tetracycline von 82,8%, Makrolide 71,3%, Fluorchinolone der zweiten Generation 34,7%, Fluorchinolone der dritten Generation 85,1%, Fluorchinolone der vierten Generation 92,8% und Nitroimidazole von 80,2%.

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